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Eigentlich hatte Chefinspektor Barlow wenig Sinn für landschaftliche Reize, aber der Blick auf den Manchester-Schif-fahrtskanal versetzte ihn jedesmal erneut in atemloses Erstaunen. Vor der Brücke verlangsamte der Zug die Fahrt und im nächsten Augenblick überquerte er die mächtige, träge dahinfließende Wasserstraße an ihrer breitesten Stelle. Sie war für ihn die Grenze. Der Norden Englands begann. Hier war Barlow zu Hause.
Er warf einen Blick auf das Gepäcknetz und überzeugte sich, daß der dicke Aktenkoffer mit dem Siegel Ihrer Majestät der Königin und seine Melone noch da waren. Am Bahnhof in Preston erwartete ihn sicher ein schwarzer Jaguar, der Dienstwagen eines stellvertretenden Polizeipräsidenten mit dem dazugehörigen Chauffeur. Das verlangte das Protokoll für Mr. Barlow vom Innenministerium. Auf Charlie Barlow, den Mann von der Kriminalpolizei, oder den Polypen, wie man diese Leute im Norden nannte, wartete vielleicht auch einer seiner Kollegen. Das hoffte er wenigstens.
Der Zug fuhr zwei Haltestellen vor Preston in den Bahnhof von Warrington ein. Barlow stand auf, nahm seinen Aktenkoffer und den steifen schwarzen Hut aus dem Gepäcknetz und stieg aus. In Preston wurde er erst mit dem Einuhrzug von London-Euston erwartet, und er hatte bereits den Elfuhrzug genommen. Er hatte also noch zwei Stunden Zeit. Das würde genügen.
Barlow eilte durch die Sperre und auf den Bahnhofsplatz, wo ein einziges Taxi parkte. Er ging darauf zu und beugte sich zum Fenster des Fahrers hinunter.
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