Bővebb ismertető
EINFÜHRUNG Über das moderne angloamerikanische Drama unterrichten - neben zahllosen Einzelinterpretationen - vor allem autorzentrierte historische Überblicke, gattungsgeschichtliche Abrisse und dramentheoretisch ausgerichtete Studien. Die vorliegende Untersuchung, die solchen Arbeiten wichtige Anregungen verdankt, schlägt einen Weg ein, den die Kritik bisher beinahe ausschließlich im Hinblick auf einzelne Autoren beschritten hat. Sie möchte in die Formenwelt des angloamerikanischen Dramas einführen und die Frage beantworten, welche Darstellungsgepflogenheiten für die Entwicklung seit etwa 1890 bedeutsam geworden sind. Ausgangspunkt ist dabei jenes Verständnis des Dramas, das sich in neuerer Zeit immer mehr durchzusetzen beginnt und das vielleicht in Dynamics of Drama von Bernard Beckerman am eindringlichsten begründet worden ist. Die Untersuchung rückt von der älteren Konzeption des literarischen Dramas ab, die das Drama als Sonderfall des sprachlichen Kunstwerks würdigte, aber gleichwohl der Sprache bzw. dem Dialog, dem 'Haupttext', den Vorrang vor allen anderen Aspekten, dem sog. 'Nebentext', gab. Statt dessen begreift sie, ohne die Grenze zwischen Literatur- und Theaterwissenschaft aufheben zu wollen, das Drama als Sonderform theatralischer Aktivität. Theater ereignet sich nach der Feststellung Beckermans immer dann, "when one or more human beings, isolated in time and/or Space, present themselves to another or others"; von Drama kann dagegen gesprochen werden, "when one or more human beings isolated in time and Space present themselves in imagined acts to another or others".1 Sowie man das Spezifische des Dramas in den vorgestellten Handlungen erblickt, wird einsichtig, daß die Sprache zwar ein konstituierender Bestandteil dramatischer Aktivität ist, aber eben nur einer unter anderen. Die dramatische Wirklichkeit entsteht aus dem Zusammenwirken von Sprache/Dialog, Gebärde, Figuren, Raum, Zeit und Handlung. Diese Aspekte werden im folgenden als Bauformen bezeichnet. Bauelemente hingegen sind jene kleineren Einheiten, die innerhalb der Bauformen an der Erschaffung der "imagined acts" beteiligt sein können, z. B. der Monolog oder der Chor, die Pantomime, der Charaktertyp, das symbolische Requisit, das Geschehen datierende Geräuscheffekte oder die einzelne Szene.