Bővebb ismertető
Vorwort
Die „Kunstwanderungen in Bayern nördlidi der Donau" erschließen ein landschaftlich wie künstlerisch besonders reiches Gebiet Deutschlands. Ihr Anliegen ist die Erfassung der Monumente dieser Landschaft in geographisch sinnvollen Reiserouten. Der Beschauer hat die Möglichkeit, sich eingehend über die Zentren künstlerischen Sdiaffens zu informieren, aber auch die abseits vom Wege liegenden Kunstwerke in seine Betrachtung einzubeziehen, ihre Entstehung zu verfolgen und so das für die Kunst eines bestimmten Gebietes Typische zu erkennen. Die Abfolge der Kunstdenkmäler ergibt dabei einen reizvollen Kontrast: Künstlerische Meisterleistungen wechseln mit der Fülle unbekannter ländlicher Kunst, glanzvoll ausgestattete Sdilösser kontrastieren mit mächtigen Befestigungsanlagen und Kirchen altdeutscher Reichsstädte, selbstbewußte Patrizierhäuser mit dörflichem Fachwerk.
Ausgehend vom alten Nürnberg (Kap. I) folgen die Routen im Norden dem Lauf des Mains (Kap. II-V), im Süden der Donau (Kap. VI bis VIII). Der Text des Buches entstand auf der Grundlage der Kunstinventare des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (München) und der Ergebnisse neuester Bereisung in den letzten Jahren. Wenn manches ungenannt bleiben mußte, so nur dort, wo ähnliche Kunstwerke in größerer Zahl bereits besprochen wurden. Bei den zahlreichen Bildstöcken Frankens sei auf das Werk von Jos. Dünninger (Bildstöcke und Martern in Franken, Würzburg 1970) verwiesen. Den Text veranschaulichen 100 Grund- und Aufrisse, zeitgenössische Stadtansichten, Stadtpläne sowie acht Übersichtskarten. Ein wesentlicher Bestandteil des Bandes ist der ausführliche Bildteil. Hier werden neben allgemein bekannten Kunstdenkmälern auch Beispiele vergangener Kunstepochen vorgestellt, die bislang zu Unrecht weniger starke Beachtung gefunden haben. In Gesamtansichten und charakteristischen Details formt sich ein abgerundetes Bild dieser Kulturlandschaft. Wenn nicht anders vermerkt, sind Pläne und Karten nach Norden, Kirchenchöre nach Osten gerichtet, Bauteile von Osten her gezählt. Die den Bauplänen beigegebenen Meßlatten umfassen jeweils 10 Meter.
Heinz Schomann