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VORWORT
Bei den vorliegenden Beiträgen handelt es sich um zum Teil überarbeitete Referate des Symposiums „Bayern und Ungarn", das von der Südosteuropa-Gesellschaft (München) und dem Osteuropainstitut Regensburg-Passau vom 17. bis 19. April 1986 in Passau veranstaltet wurde.
Mit Blick auf die tausendste Wiederkehr des Geburtsjahres (ca. 985) der Königin Gisela ging es darum, das seither zwischen den beiden Ländern bestehende Verhältnis zu untersuchen und darzustellen. Gisela ist zu Recht ein Anfang, weil sie - das Lech-feld (955) lag schon Jahrzehnte zurück - am Beginn guter Beziehungen steht, die sich seither über viele Jahrhunderte hinweg entwickelten. In der Tat waren all diese Kontakte nicht nur durch Vielfalt und Dichte, sondern auch dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen problemlos verliefen - eine Charakterisierung, die zweifelsohne auch für die Gegenwart nicht von der Hand zu weisen ist.
In dieser Kontinuität und gleicherweise Aktualität liegt wohl der Grund dafür, daß die Resonanz der Tagung die Erwartungen übertraf. Dies kam zuvorderst darin zum Ausdruck, daß der Minister für Kultur und Bildung der Volksrepublik Ungarn, Professor Dr. Béla Köpeczi, und der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Professor Dr. Hans Maier, Grußworte übermitteln ließen. Das Interesse reichte unter anderem insofern über den fachwissenschaftlichen Rahmen hinaus, als unter den ungarischen Gästen auch Repräsentanten der Stadt, des Komitats sowie des Erzbistums Esztergom (Gran) begrüßt werden konnten.
Selbstverständlich war es auf einer einzelnen Tagung nicht möglich, dem gesamten thematischen Spektrum und der jahrhundertelangen Entwicklung gleichmäßig intensive Aufmerksamkeit zu schenken. So mußte man sich notgedrungen auf ausgewählte Zeiträume und auf bestimmte Problemkreise beschränken, allerdings mit dem Blick darauf, daß die Beschäftigung mit diesem gesamten Bereich eine Fortsetzung finden möge.
Die Formulierung „Bayern und Ungarn" wurde ohne Gewichtung und ohne Prioritäten lediglich nach dem Alphabet gewählt. Genau so gut hätte man die Reihenfolge „Ungarn und Bayern" setzen können.
Die Veranstaltung wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht von mehreren Seiten finanzielle und organisatorische Hilfe gekommen wäre. Diesen Stellen, die in der Eröffnungsansprache Professor Polloks im einzelnen aufgeführt werden, sei auch hier gebührender Dank ausgesprochen.
Ekkehard Völkl