Bővebb ismertető
EINLEITUNG
Tag für Tag gehen wir durch die Straßen unserer Stadt oder unseres Dorfes. Werden wir aber gewahr, wie die Häuser aussehen, in denen wir wohnen ? Erst wenn wir sie genauer betrachten, entdecken wir mancherlei Beachtenswertes. Fenster haben schlichte oder kunstvollere Umrahmungen, kleine Pfeiler, erhabene Girlanden. Erker und Torsimse alter Häuser werden von mächtigen, aus Stein gehauenen Gestalten, von Atlanten, getragen. Holztüren sind kunstvoll geschnitzt. Man hat sich an solchen Schmuck gewöhnt und denkt nicht darüber nach, weshalb er angebracht wurde. Meist dient er keinem praktischen Zweck; die Häuser wären ohne ihn genausogut bewohnbar. Aber wenn jemand über Nacht alle „überflüssigen" Verzierungen heimlich beseitigte, würden sie plötzlich fehlen, wir würden unsere Stadt kaum wiedererkennen. Ebenso erginge es uns, wenn jemand die Denkmäler und Statuen von den Straßen und Plätzen entfernte. Sie gehören in unsere Stadt wie die Bilder in unsere Wohnung.
Die Tischler, die unsere Möbel herstellen, begnügen sich nicht damit, daß man auf den Stühlen bequem sitzen kann, sondern geben ihnen ansprechende Formen, schön geschwungene Beine und Lehnen. Der Mensch freut sich des Schönen und sucht es überall zu finden. Mit dieser Neigung rechnen die Fabriken, wenn sie ihre Erzeugnisse geschmackvoll herausbringen, ihre Waren schön verpacken und durch anschauliche künstlerische Plakate zum Kauf anregen. Überall sind wir von Kunst umgeben. Die Kunst ist mannigfaltig. Der Unterschied zwischen dem künstlerischen Charakter eines menschlichen Porträts oder eines Blumen-