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ALTDEUTSCHE DICHTUNGDas HildebrandsliedIch hörte das sagen,daß sich ausforderten einzeln bei der BegegnungHildebrand und Hadubrand zwischen den Heeren beiden,Vater und Sohn. Sie sahen nach ihrer Rüstung,bereiteten ihre Brünnen, banden sich ihre Schwerter um,die Helden, über die Ringe1, da ritten sie zu jenem Kampf.Hildebrand anhub, er war der ältere Mann,des Lebens erfahrener, zu fragen begann ermit wenigen Worten, wer da wäre sein Vaterim Heervolk der Helden . . . Oder welchen Geschlechtes du seist?Wenn du mir einen sagst, ich mir die andern weiß,Kind, im Königreiche kenn' ich doch allen Adel!"Hadubrand antwortete, Hildebrands Sohn: Das haben gesagt mir Leute von uns hier, alte und kluge, die einstmals lebten,daß Hildebrand hieße mein Vater: ich heiße Hadubrand.Vordem er ostwärts ritt, floh vor Otachers Wuthin zu Dietrich und seiner Degen vielen.Da ließ er im Lande verlassen zurücksein junges Weib im Haus, unerwachsen das Kind,des Erbes verwaist; er ritt ostwärts fort,weil nun Dietrich zu darben begannnach meinem Vater; war er doch ein so freudloser Mann! Auf Otacher war er unmäßig ergrimmt, aber bei Dietrich der Degen liebster.Er war immer dem Volke voran, ihm war immer FechtenKund war er kühnen Männern.zur Lust.Ich glaube nicht, daß er noch lebt . "Nun helfe mir Gott vom Himmel droben,daß du trotzdem nicht mit so nahe VersipptemVerhandlung je führtest . . ."1 Die Ringpanzer.