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1Mord ist weder eine Kunst noch eine Wissenschaft; Mord ist Zufall! behauptete Socrates Smith. Lex Smith, der für seinen berühmten Bruder große Bewunderung empfand, mußte grinsen.Ein größerer Gegensatz zwischen zwei Männern war kaum vorstellbar. >Soc< Smith, nahe den Fünfzigern, war von langer, hagerer Gestalt und hielt sich ein wenig gebeugt. Sein zerfurchtes Gesicht schien aus einem Stück Teakholz geschnitzt zu sein; über den schmalen Lippen des energischen Mundes saß ein eisgraues Bärtchen.Lex war fünfundzwanzig Jahre jünger und fünf Zentimeter kleiner, aber seine Haltung war so aufrecht, daß die meisten Menschen die beiden Brüder für gleich groß hielten; und hätte jemand aus dem Stegreif sagen sollen, wer von beiden der größere sei, würde er ohne Zögern den gutaussehenden Lex genannt haben.Oh, Onkel Soc, sagte Lex ehrerbietig, was für ein Aphorismus !Der Ältere warf ihm einen scharfen Blick zu: Wenn du das als einen Aphorismus bezeichnest, bist du dumm! Reich mir die Marmelade.Sie saßen beim Frühstück in ihrem geräumigen Eßzimmer, dessen Fenster auf den Regent's Park hinausgingen. Die Brüder bewohnten zwei Stockwerke eines Hauses, das Socrates in jungen Jahren gekauft hatte. Damals trug er sich noch mit dem Gedanken, eines Tages zu heiraten. Aber er hatte einfach keine Zeit gehabt, sich eine Frau zu suchen, und so verausgabte er das, was Lex seinen mütterlichen Instinkt nannte, in der Betreuung seines jungen Bruders. Das Leben von Socrates war immer so mit rastloser Arbeit aus-5