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1. AUFTRITTEin Salon im Second-Empire-Stil. Eine Bronzestatuette auf dem KaminsimsGarcin tritt ein, blickt sich um \ Da wären wir also.Kellner: Da wären wir.Garcin: So ist das Kellner: So ist das.Garcin: Ich denke, mit der Zeit wird man sich wohl an die Möbel gewöhnen.Kellner: Das kommt auf die Leute an.Garcin: Sind die Zimmer alle gleich?Kellner: Wo denken Sie hin! Zu uns kommen Chinesen, Inder. Was sollen die mit Second-Empire-Fauteuils?Garcin: Und was soll ich damit? Wissen Sie, wer ich war? Na, das gehört ja nicht zur Sache. Schließlich habe ich ja immer zwischen Möbeln, die ich nicht mochte, und in schiefen Situationen gelebt. Das war mir ein Hochgenuß. Eine schiefe Situation in einem Biedermeier-Speisezimmer feine Sache, wie?Kellner: Sie werden sehen: in einem Second-Empire-Salon ist das auch nicht so übel.Garcin: Ach ? Na, gut, gut, gut, gut. Er sieht sich um. Immerhin hatte ich nicht erwartet, daß ich hier Sie wissen ja wohl, was man draußen erzählt?Kellner: Worüber?Garcin: Na.mit einer unbestimmten, die Szene umfassenden Gebärde: über all das.Kellner: Wie können Sie solche Narreteien glauben? Leuten, die hier niemals den Fuß über die Schwelle gesetzt haben. Denn schließlich, wenn sie hergekommen wären Garcin: Ja.Beide lachen.Garcin plötzlich ivieder ernst werdend: Wo sind denn die Pfähle?Kellner: Was?Garcin: Die Marterpfähle, die Bratroste, die Blasebälge?Kellner: Sie machen wohl Witze?Garcin ihn ansehend: Ach? Na, schön. Nein, das sollte kein Witz sein. Kurzes Schweigen. Er geht im Zimmer umher. Keine Spiegel, keine Fenster, natürlich. Nichts Zerbrechliches. Plötzlich heftig auffahrend: Und warum hat man mir meine Zahnbürste weggenommen?Kellner: Da haben wir's. Schon kommt die Menschenwürde wieder zum Vorschein. Ist ja toll!