Bővebb ismertető
Meine erste Begegnung mit Gaspar war sehr flüchtig. Es war Sommer 1961. Ein gemeinsamer Freund machte uns miteinander bekannt. Wir tauschten die üblichen Höflichkeitsfloskeln. Es geschah nichts weiter. Wir lebten in verschiedenen Orten, hatten verschiedene Berufe. In mir blieb lediglich die vage Erinnerung eines Gesichtes, jung und mit kraftvollen Zügen, und eines Körpers, schon von Krankheit gezeidinet. So ging es für lángere Zeit. Auf einmal hörte ich háufig von einem gewissen Gaspar reden. Ich hörte von seiner mutigen Lebensführung, seiner Entschlossenheit in schwierigen Situationen, seinen deutlichen Stellungnahmen. In ihm vermutete ich sofort jenen Gaspar, den ich Jahre zuvor gesehen hatte. Man erzáhlte mir, sein Leben sei interessant wie ein Román, seine Umkehr sei ein neues Damaskus-Ereignis. In mir wuchs der Wunsch, das alte Testament" eines solchen Christen kennenzulernen, dessen Glaube zu sicher erschien, auf dafi er nicht aufs hárteste geprüft worden wáre. Gaspar wurde mein Freund. Das gleiche Gesicht und die gleiche Gestalt wie früher, das gleiche überzeugte Engagement. Dazu eine vielfáltige, kaum vermutbare Persönlichkeit: unbedingt kompromifilos und zugleich offen wie kein anderer. Záh, kámpferisch, hartnáckig - aber auch kontemplativ wie ein Buddha. Unvorstellbarer Verbund von Gescháftsmann, Gewerkschaftler, Revoluzzer und Gláubiger. Seine Le-