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Sie saß da, in dem Haus in der Rue Washington, beob-achtete d'Abrizzi und hörte halb abwesend dem zu, was ersagte. Er saß in einem großen Stuhl, der ganz Gold undhellvioletter Brokat war, und die untersetzte Schwerfällig-keit seines Körpers und das tiefe Dunkel seines Gesichtsgaben ihm das Aussehen einer Kröte, behaglich eingehülltin byzantinische Üppigkeit. Er war Levantiner. In seinenAdern, die sich grob und blau aus der Haut seiner haarigenHände hervorhoben, floß das Blut von Armeniern und Tür-ken, Italienern und Griechen. Seine Lippen waren dick, siesahen fast aus wie halb aufgeblasene, seltsame Schläuche,und die schweren, schwarzen Augenbrauen waren zu-sammengewachsen über den schlauen, pupillenlosen, schwar-zen Augen. Sicherlich war er ein Monstrum von Häßlich-keit, eine groteske Figur. Aber die Augen ließen etwas vondieser Häßlichkeit vergessen, denn sie glitzerten in einemLicht ungewöhnlicher Klugheit, und es gab Augenblicke, indenen sie plötzlich voll Sanftmut waren und ihre Farbe zuändern schienen wie die Augen eines verletzten Rehs, undmanchmal konnten es gütige Augen sein.Während sie ihm zuhörte, neugierig, worauf er hinaus-wollte, war sie von einem Gefühl der Sympathie für ihnerfüllt, das schon fast Zuneigung war. Er hatte viel für siegetan. Ohne ihn würde sie vielleicht jetzt in der Gosse liegenoder ein Nichts sein, verheiratet an einen Mann in der Vor-stadt, der bei Tagesanbruch aufzustehen hatte, um den Zugin sein Büro noch zu erreichen; oder sie könnte sogar längst