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ACTA ENTOMOLOGICA MUSEI NATIONALIS PRAGAE 195 1, XXVII, 382382BEITRAG ZUR SYSTEMATIK DER CYDNIDAE (HEM. HETEROPT.)VonEduard Wagner(Überreicht am 15. Feber 1951)1. Gattung Aethus Dallas 1851Die Nomenklatur der Gattungsnamen bei den Cydniden ist in letzter Zeit recht labil gewesen. So hat z. B. die obige Gattung schon die Namen Cydnus F. 1803 und Microporus Uhl. 1876 geführt. China wies (1943) nach, dass sie jedoch Aethus Dall. heißen muss. Die von Signoret (1881) durchgeführte Teilung der Gattung in Aethus Dall. und Cydnus F., die er nur nach der Form der Stinkdrüsenablaufrinne und ihrer Öffnung durchführte lässt sich in dieser Form nicht beibehalten, da es Arten gibt, die eine Übergangsstellung einnehmen. Da der Name Cydnus jetzt der Art C. (Bra-chypelta) aterrimus F. zugesprochen ist, bleibt für die obige Gattung als ältester der Gattungsname Aethus Dall. Genotype ist A. indicus Westw. 1837.Die Beurteilung der Arten der Gattung ist nicht schwierig, wenn der Bau der Genitalien als Kriterium hinzugezogen wird. Indessen ist auch eine Anzahl recht brauchbarer äußer Merkmale vorhanden. So ist z. B. die Tatsache wenig beachtet, daß eine Reihe von Arten auf der Spitze der Stirnschwiele 2 Dornen (Tylusdornen) trägt (A. nigrita F., A. komarovi Jak., A. syriacus Horv., A. laticollis E. Wagn.), während bei den übrigen. Arten dort nur 2 Borsten sitzen (Abb. 2). Die Mittelschenkel tragen bei einigen Arten an ihrer Unterseite außer einer Reihe langer Borsten auch 34 Dornen, die mit den Borsten in einer Reihe stehen (Abb. 3K). Diese Dornen sind bei einigen Arten kurz und kräftig (A. flavicornis F., A. komarovi Jak.), während sie bei anderen sehr lang und dünn und fast borstenartig sind (A. pilosus Klug.). Auch die Grube, die sich bei einigen Arten (A. pilosulus Klug., A. syriacus Horv., A. komarovi Jak.) auf dem vorderen Teile des Pronotum in der Mitte befindet, ist ein gutes Merkmal, das wenig beachtet wird. Auch die Größenverhältnisse von Scheitel und Auge und die Längen der Fühlerglieder lassen sich gut verwerten.Das Genitalsegment des cf (Abb. 4) ist in seiner Form derart charakteristisch, daß !an ihm die Arten gut zu erkennen sind. Noch besser