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VORWORTIm gleichen Jahre 1954, als das Deutsche Buch- und Schriftmuseum als Abteilung der Deutschen Bücherei wieder eröffnet werden konnte, mußten Freunde und Schüler für immer von Prof. Dr. Hans H. Bockwitz Abschied nehmen; er verstarb am 2. Dezember.1884 zu Waldheim in Sachsen geboren, war H. H. Bockwitz 1915 als Volontär in den Dienst im Buchgewerbemuseum", einer Gründung des Zentralvereins für das gesamte Buchgewerbe" (1884), dem späteren Deutschen Buchgewerbeverein", eingetreten. Diese buchkundlichen Sammlungen, die seit 1917 die Bezeichnung Deutsches Buch- und Schriftmuseum" führten, waren gerade in jenen Jahren durch wertvolle Materialien der Bugra" (1914), der ersten Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik, wesentlich bereichert worden. 1919 wurde er als Direktorialassistent und Bibliothekar eingestellt. Damit war sein künftiger Berufsweg vorgezeichnet: 1929 wurde er zum Direktor ernannt. Zugleich übte er die Funktion des Direktors der mit dem Museum verbundenen Leipziger Bibliothekarschule aus und übernahm damit eine Dozententätigkeit im Fache Buch- und Schriftkunde an dieser Schule sowie eine Lehrtätigkeit auf dem Gebiete der Geschichte und Technik der graphischen Künste an der Universität Leipzig für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Bibliotheken. Viele Jahre zogen sich die Planungen und Vorbereitungen für einen groß angelegten Museumsbau im Hause des Buchgewerbevereins hin. Am 22. Juni 1940 wurde das neue Museum feierlich eröffnet und schon drei Jahre später, am 4. Dezember 1943, war es eines der vieien Opfer sinnloser Kriegszerstörungen geworden. Noch einmal, und dieses Mal unter den schwierigen Bedingungen der Nachkriegszeit in einer schwer zerstörten Stadt, unternahm H. H. Bockwitz den Wiederaufbau der buchkundlichen Sammlungen, nachdem die Deutsche Bücherei dem obdachlosen Museum Unterkunft gewährt hatte. Neben der praktischen Museumsarbeit und der ausgedehnten Dozententätigkeit hat H. H. Bockwitz durch seine Museumsführungen und Vorträge dem Buch- undVII