Bővebb ismertető
VorwortDie Sporologie, d. h. die Erforschung fossiler Sporen und Pollen, ist ein noch recht junger Zweig der Paläobotanik. Beginnend in den zwanziger Jahren, hat die Sporologie in der Zeit nach 1945 einen ungewöhnlichen Aufschwung erlebt und zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie lieferte wertvolle Beiträge zur Klärung stammesgesdiichtlidier, stratigraphisdier und genetischer Fragen. Damit diente sie in gleichem Maße der Wissenschaft und der Praxis.Der im Januar 1974 verstorbene Professor Robert Potonie war einer der großen Pioniere dieses Forschungsgebietes. Er hat in den 60 Jahren seines Schaffens in zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen sporologische Themen behandelt; durch ihn ist das Geologische Landesamt Nordrhein-Westfalen zu einem internationalen Zentrum der Paläo-Palynologie geworden, wo er von 1948 bis 1974 wirkte. Zahlreiche Fachkollegen und Studenten kamen nach Krefeld, um in der Diskussion und im Gespräch mit R. Potonie die Kenntnisse in der Mikro-Paläo-botanik zu erweitern.Es sind vor allem zwei Fragenkomplexe, mit denen sich die Erforschung fossiler Sporen befaßt. Die dispersen, d. h. im Sediment verstreut gefundenen Sporen sind eine unschätzbare Hilfe für die Altersdatierung von Sedimenten. Sie werden vor allem bei Bohrungen auf Kohle, Erdgas und Erdöl sowie für die Identifizierung und Parallelisierung von Kohlenflözen verwendet. Aber auch zur Altersbestimmung von Schichten bei der geologischen Kartierung werden die dispersen Sporen mit Erfolg herangezogen. Um aber mit dispersen Sporen stratigraphisch arbeiten zu können, bedurfte es zuerst einer Ordnung dieser Sporenformen. Das von Potonie entwickelte morphographische System der fossilen Sporae dispersae wird weltweit anerkannt und seine Synopsis der Gattungen der Sporae dispersae" allgemein als Grundlage morphographischer Untersuchungen benutzt. Diese Synopsis" stellt eine kritische Betrachtung der in der Literatur beschriebenen Sporengattungen, geordnet nach dem morphographischen System Potonie's dar. Außer den morphographischen Merkmalen der Sporengattungen werden auch stratigra-phische und geographische Angaben mitgeteilt. In den Jahren 1956 bis 1970 erschienen die Teile IVI der Synopsis der Gattungen der Sporae dispersae".' In vorliegendem Band der Fortschritte wird der Teil VII veröffentlicht, der nahezu druckfertig in Potonie's Nachlaß gefunden wurde.Die Sporenforschung darf aber nicht bei der reinen Beschreibung der Sporenformen stehen bleiben, denn erst ein tieferes Verständnis von dem Zusammen-Siehe Verzeidinis der Veröffentlichungen von Potonie, Seite 7III