Bővebb ismertető
VORWORTEs gehört zur Tradition der ungarischen Ethnographie, daß sie von den Anfängen mit einer Selbstverständhchkeit schon immer bestrebt war die Geschichte, die Kultur, die Gesellschaftsstruktur aller in der ungarischen Heimat lebenden Völker zu erforschen. Es genügt, wenn wir an das Werk Notitia Hungáriáé novae . . . von Mátyás Bél denken, in dem sich das Charakteristikum der im damaligen Ungarn lebenden Völker in prägnanten Beschreibungen, in veranschaulichenden Schilderungen entfaltet; es genügt, wenn wir an die gemeinsame Darstellung des realen und idealen Dorfbildes von Sámuel Tessedik erinnern. Es fügte sich auch in die universelle Betrachtungsweise János Erdélyis ein, es stimmte auch mit seiner politischen Ansicht überein, daß er neben seiner, die ungarische Volksdichtung systematisierenden und verlegenden Tätigkeit auch zur Bewahrung und Veröffentlichung der Volksdichtung der ungarländischen VoUcs-splittern" der nichtungarischen Volksgruppen, wie man sagt der Nationalitäten" anregte. Und wir könnten die Reihe bis zur volkskundhchen und sprachwissenschaftlichen Tätigkeit von Pál Hunfalvy fortsetzen, der die Geschichte der ungarländischen Völker, der ethnischen Gruppen in historischer Tiefe untersuchte; in seiner unvoreingenommenen Betrachtungsweise gab es keine Spur von chauvinistischer Überlegenheit oder Priorität. Diese Anschauung kommt auch bei der Gründung der Ungarischen Ethnographischen Gesellschaft zum Ausdruck. Das äußerte sich nicht nur in der Eröffnungsrede des Präsidenten Mór Jókai, der die Vision der in Frieden lebenden Völker der ganzen Welt skizzierte, sondern auch darin, daß der ursprüngliche Name der Gesellschaft Ungarländische Ethnographische Gesellschaft war, und ihre Zeitschrift Ethnographia (Ethnographie) von den Anfängen ethnographische Fragen der ungarländischen Nationalitäten behandelte, und dieses Bestreben blieb auch dann erhalten, als der Name in Ungarische Ethnographische Gesellschaft (Magyar Néprajzi Társaság) gewandelt wurde. Es genügt, wenn ich die Namen Bálint Bellosics, György Alexits, Samu Czambel, Géza Czirbusz, Rezső Szegedi, József Ernyei, Antal Herrmann in Erinnerung rufe, und es ist kaum notwendig an László Réthy, Lajos Katona, Sándor Solymossy zu erinnern, die jahrzehntelang Redakteure der Zeitschrift der Gesellschaft waren, und im Laufe der Zeit nacheinander eine universell vergleichende Anschauung der Folklore vertraten; es war ihnen nie fremd Forschungen unter den, mit den Ungarn zusammenlebenden Völkern vorzunehmen und das grundlegende ethnographische Prinzip: einander kennenlernen zu verwirklichen.