Bővebb ismertető
Europa und Afrika sind in Schuld und Hoffnungeng verbunden. Die Weisheit der Nilvölker be-fruchtete die Mittelmeerkulturen, deren Grundlagensich in den Köpfen nordischer Menschen Jahrtau-sende später zur technischen Wissenschaft verdich-teten. Voll Überheblichkeit und Sendungsbewusst-sein zogen die Europäer aus, den Schwarzen Kon-tinent zu erobern. Wo immer sie erschienen, habensie die Ureinwohner verwirrt und die Tiere ver-trieben. Was an den Küsten begann, setzte sich aufden Spuren der Forschungsreisenden bis ins Lan-desinnere fort; die weissen Siedler beanspruchtenden besten Boden und drängten die Hirtenstämmein Steppengebiete, die einst den Wildherden gehörthatten. Dieser plötzliche Eingriff ins natürlicheGleichgewicht hat Afrika dreifach geschädigt: seineMenschen mussten mehrere Entwicklungsstufenüberspringen; seine sonnenverbrannte Erde wurdedurch Raubbau überfordert, und sein Tierreichtumschmolz unter den Feuerwaffen zusammen. DieTünche des Fortschritts kann die Sünde am Leben-digen nicht überdecken, und so treten die freienStaaten Afrikas heute ein problematisches Erbe an -sie sollen klüger handeln als der weisse Mann! DieWelt gibt Geld und erwartet, dass sie mit diesenMitteln dem guten, nicht dem schlechten Beispielfolgen, dass sie Versäumtes nachholen und das zuspät Begonnene zur Blüte bringen. Sie sollen nichtnur 258 Millionen Menschen ernähren und erziehen,sondern das Leben in seiner Gesamtheit erhalten.Werden die Afrikaner begreifen, was die Europäerniemals verstanden haben: dass das Zeitalter desMenschen auch das Zeitalter des Säugetiers ist,dass der homo sapiens nicht Herr, sondern Hüter derTierwelt sein soll? Die nächsten Jahrzehnte ent-scheiden darüber, ob Afrikas Fauna dem Schicksalentgeht, das andere Kontinente ihrem lebendigenErbe bereitet haben.