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E R S T E S B II
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Erstes Kapitel
Der über fünfzig Meilen lange, schmale Gebirgszug, von dessen rot-weiően Klippen aus man gegen Osten die arabi-sche Wüste sieht, heifit Dschebel el Subleh. Tiefer Sand, den die Winde aus der Wüste hierhergetragen habén, bedeckt seinen Fu6. Und ungezáhlte Rinnsale, die Wadis, sind in das Gestein eingegraben; auf diesem Wege fliefit zur Regenzeit das Wasser dem Jordán und dem Toten Meere zu.
In einem dieser Wadis —¦ es verláuft vom áufiersten Ende des Dschebel gegen Osten und geht in das Bett des Jabbok-flusses über — sah man einen Reiter; sein Kamel trug ihn in gemáchlichem Schaukeln der Aachen Wüste zu.
Der Mann mochte dem Aussehen nach etwa fünfundfünfzig Jahre záhlen; sein über die Brust herabfallender schwarzer Bart wies schon vereinzelt graue Haare auf. Soweit das Ge-sicht nicht von einem rőten Tuch eingehüllt war, zeigte es eine íiefbraune Farbe. Die Augen leuchteten dunkel und grófi. Das Tier, auf dem er safi, war ein stattliches weifies Dromedár, und es trug ihn in einem Zeit auf seinem Rücken.
Eben war die Sonne aufgegangen, und über der Wüste lagen weite Nebelschleier. Als das Kamel das Wadi ver-lassen hatte, war nirgends ein Pfad oder ein Weg zu er-kennen; ringsum sah man nur zwerghaft kümmerliche Pflan-zen, vereinzelte Granitblöcke oder Steine und da und dort verschmachtende Akazien oder Flecken von Kamelgras.