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VON DER ANTIKEN KUNST
ZUR NEUGRIECHISCHEN VOLKSKUNST
BENAKI - MUSEUM: Das Gebäude
Im Zentrum Athens steht gegenüber dem Nationalgarten eines der ganz wenigen herrschaftlichen Häuser, die sich an diesem Teil der Vassilissis - Sophias - Straße erhalten haben. Sie waren um 1900 für großbürgerliche Familien in vornehmen und gefälligen alten Baustilen errichtet worden. Das neoklassizistische Gebäude mit dem Voibau aus dorischen Marmorsäulen und den marmornen Balkons und Türeinfassungen kaufte und erweiterte Emmanuel Benaki, Grieche aus Alexadria und nationaler Wohltäter, als er beschloß, sich in Athen niederzulassen. Sein Sohn Anton ließ dieses Haus (Werk des Architekten Anastassios Metaxas) entsprechend erweitem und umbauen, um im Jahr 1930 dort seine persönlichen Sammlungen unterzubringen und das Benaki - Museum zu gründen.
Die Geschichte der Sammiungen. Gründung des Museums
Anton Benaki (1873 - 1954) beschäftigte sich in Ägypten mit dem Baumwollhandel, der es ihm erlaubte, über die Mittel zum Erwerb einer großen Anzahl von Kunstwerken zu verfügen. Nach seiner Übersiedlung nach Athen 1927 widmete er sich, besonders der Einrichtung, der Organisation und dem Funktionieren seines Museums; auch für andere gemeinnützige Einrichtungen war er tätig.
Wahrscheinlich dachte der junge Sport- und Kunstfreund nicht an die Gründung eines gut organisierten Museums, als er begann, wertvolle orientalische Waffen mit goldverzierten Klingen und feinbearbeiteten Griffen zu kaufen. Nach dreißig Jahren systematischer Beschäftigung mit der Auswahl und dem Kauf von Kunstwerken in Ägypten, Griechenland und auf dem internationalen Markt Westeuropas hatte sich aber eine riesige Zahl von Werken angesammelt. Dieser ganze Reichtum ergab mit der Zeit vollständige Reihen, wenn nicht gar bedeutende Sammlungen von Kunstwerken verschiedener Arten. Mit der Befriedigung des reifen Sammlers, belebt von der Neigung, Gutes zu tun, entschließt sich Anton Benaki 1927, ein Museum —mit der erzieherischen Bedeutung des antiken Bergiffes — zu gründen und es der Nation zur Verfügung zu stellen.
Der persönliche Beitrag von Anton Benaki
Die Schenkung beschränkte sich nicht einfach auf eine Unterschrift unter einem Schenkungsvertrag mit dem Staat, sondern war ein vielfältiger und ganz unschätzbarer persönlicher Beitrag eines