Bővebb ismertető
Es war kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, als im >Saurabh<, einer Monatszeitschrift des ostbengalischen Distrikts Mymensingh, der heute der gröfite Distrikt von Bangladesh ist, eine Reihe von interessanten Artikeln zu erscheinen begann. Ihr Autor, ein gewisser Chandrakumar De, beschrieb darin verschiedene Arten lokálén literarischen Schaffens, darunter auch Volksballaden, die bisher gánzlich unbekannt waren. Schon zu jener Zeit befürchtete er den vollkommenen Untergang dieser schnell aussterbenden Gattung; so erklárte er in einem Artikel vom April 1914: >Wir meinen, dafi diese wahrhafíen Juwelen eines nach dem anderen schon seit einer langen Zeit verschwinden; mit einiger Anstrengung wáre es aber vielleicht noch möglich, von diesem Schatz etwas zu retten^1 Durch Zufall stiefi Professor Dinesh Chandra Sen, der Begründer der modernen bengalischen Literaturgeschichte, auf diesen Artikel. Die von De veröffentlichten Beschreibungen und Proben beeindruckten ihn so stark, dafi er sofort alles nur Erdenkliche zur Rettung der Überreste der epischen Volksdichtung aus Mymensingh unternahm. Er erlangte für Chandrakumar De eine finanzielle Unterstützung, und die Kalkuttaer Universitát betraute De mit der Aufgabe, die Balladen zu sammeln. Chandrakumar De, der ein armer Pachtgeldeinnehmer war, übernahm trotz seiner Krankheit sofort diese Arbeit, und schon im Jahre 1923 konnte Dinesh Chandra Sen einen umfangreichen Band herausgeben, der den Titel >Maimansinh-gitika< (Balladen aus Mymensingh) trug. Gleichzeitig erschien eine zweite Ausgabe, die englische Prosaübersetzungen der Gedichte enthielt.2 Wáhrend der náchsten zehn Jahre folgten dann weitere drei