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Kath. Propsteikirche ST. JOHANNES d.T. DORTMUND Erzbistum Paderborn Die Dortmunder Propsteikirche, zwischen 1331 und 1458 als Gründung der Dominikaner entstanden, trágt den heutigen Namen seit einem Jahrhundert. 1816 wurde das Klostergut durch den preuBischen Staat sákularisiert, dem Dortmund nach Verlust der Reichsfreiheit seit 1815 mit seinen nur 4400 Einwohnern angehörte. Seit 181 8 ist St. Johannes Pfarrkirche der Dortmunder Katholiken; dem Pfarrer ist seit 1859 vom Papst der Titel Propst gewáhrt. In dieserZeitwardie Propsteikirche die einzige katholische Kirche im altén Stadtgebiet. Ab 1881 wurden neue Kirchen errichtet und zahlreiche Gemeinden abgepfarrt, weil im Zugé der Industrialisierung viele katholische Familien nach Dortmund kamen. So gilt heute die alte Dominikanerkirche als Mutterkirche von 65 Gemeinden im Stadtgebiet. Zusammen mit den anderen erhaltenen (d. h. wiederaufgebauten) mittelalterlichen Kirchen: St. Reinoldi, St. Marién und St. Petri, liegt die Propsteikirche unweit des Hellweges, der Dortmunder HauptstraBe, die das Óval der mittelalterlichen Altstadt von West nach Ost durchzieht, als Teil der altén HandelsstraBe vom Rhein zur Weser. An ihr lag auch der karolingische Königshof, Kristallisationspunkt der Ansiedlung. Die Dominikaner und ihre Ansiedlung in Dortmund Die Dominikaner, die ,,Hunde des Herrn" (,,domini canes", d. h. soviel wie treu und bissig), sind ein vom hl. Dominikus (1170-1221) gegründeter Reformorden, nach den Regein Augustins (bzw. der Prámonstratenser) organisiert und ursprünglich mit Bekehrung der Ketzer (Albigenser) befaí3t. Als fratres praedicatores" bekamen sie vor allém für die innere Mission der Stádte des ausgehenden Mittelalters groBe Bedeutung. Nach Muster der Franziskaner lebten sie von der Bettelei (,,Bettelorden") und sollten ursprünglich weder über Grundbesitz noch eigene teste Einkünfte verfügen. Ihre Kirchen sind einfach (siehe den schmucklosen AuBenbau) und turmlos (Dachreiter). Erst nach 1475 erhielten die Dominikaner eine gesundere finanzielle Basis durch die