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Vorwort
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Mit der Ausstellung zu Bernardo Bellotto erfüllt sich das Kunsthistorische Museum selbst einen langgehegten Wunsch, und es ermöglicht damit zugleich das erste Mal seit vielen Jahrzehnten einer hoffentlich ^oßen Öffentlichkeit die Auseinandersetzung mit einem Maler, dessen Veduten zu den ansprechendsten und faszinierendsten Darstellungen bedeutender europäischer Städte zählen Die nun seit einigen Jahren gelebte Zusammenarbeit des Kunsthistorischen Museums mit den wichtigsten Museen Polens, vor allem diejenige mit dem Warschauer Nationalmuseum und dem Königsschloß in Warschau, legte gleichsam die Grundlage fur unser Ausstellungsprojekt, das erstmals die im Warschauer Königsschloß vereinigten Bellotto-Veduten in das Gesamtkonzept einbauen konnte. Während die vor wenigen Jahren in Wien gezeipe Ausstellung Schatzkammer Polen einen Überblick über die Sammlungsgeschichte Polens am Beispiel heraus-ragender Exponate auch aus kleineren polnischen Museen veranschaulichen konnte, gab die Restaurierung des Warschauer Köni^schlosses und des CanalettO'Saals die Möglichkeit, die sonst nicht entlehnbaren Veduten Belloms aus Warschau nach Wien zu bringen, unterstützt von zahlreichen Leihgaben aus dem Nationalmusetm in Warschau, aber auch aus anderen europäischen Sammlungen, und zwar aus St Petersburg, Dresden, Budapest, Dublin, London, Mailand, Turin, Venedig und Washington sowie aus der Albertina und aus Privatbesitz. Wenngleich zahlenmäßig der Schwerpunkt der Ausstellung auf den Warschauer Veduten zu liegen scheint, was sich auf Grund der oben erwähnten Zusammenarbeit mit dem Warschauer Königsschloß ergab, so zeichnet die Ausstellung doch den gesamten
Lebensweg Belbttos von Italien über Dresden, Wien und München nach Warschau mit eindrucksvollen Beispielen nach. Daß die großen Bellotto-Bestände Warschaus und Wiens in einer Ausstellung zusammengeführt werden, sei hier besonders hervorgehoben, ein Ereignis, das auf Grund der speziellen Bedingungen, unter denen die Warschauer Veduten aufbewahrt werden müssen, wohl kein weiteres Mal möglich sein wird. Aus diesem Grund bedanke ich mich ganz besonders bei meinem Kollegen, dem Direktor des Warschauer Schlosses Prof Andrzej Rottermund, für die freundschaftliche Unterstützung unseres Projekts; ich danke ihm vor allem auch fiir seinen einfiihrenden Artikel über Leben und Werk Bellottos, der unseren Katalog als wichtige Bereicherung des Literaturangebots zu diesem bedeutenden europäischen Vedutenmaler auszeichnet. Außerdem ist es mir ein Bedürfnis, allen anderen Autoren des Katalogs ebenfalls herzlich für ihre Mitarbeit zu danken. Ich danke selbstverständlich auch meinen Kollegen in Wien, vor allem dem Direktor der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums, Dr. Karl Schütz, der das Gesamtkonzept der Ausstellung erarbeitet hat. Neben den bereits oben erwähnten Leihgebern seien auch Dr. Elisabeth Henmann, die das Lektorat dieses Katalogs zu verantworten hatte, sowie Mag. Sandra Maria Rust in Hinblick auf die redaktionelle Mitarbeit und die Ausstellungsorganisation dankbar erwähnt
Prof. Dr. Wilfried Seipel
Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums