Bővebb ismertető
VorwortBei jeder in der Bundesrepublik Deutschland gekauften Handfeuerwaffe sind an den wesentlichen Teilen verschiedene Marken ersichtlich. Es fiandelt sich hierbei um Beschuß- und Prüfzeichen der einzelnen Beschußämter. Das Anbringen dieser Zeichen und die Prüfung der Waffen wird nach dem deutschen Beschuß-gesetz geregelt. Es wurde am 19. Mai 1891 in Kraft gesetzt und wie folgt kommentiert:Das Gesetz über die amtliche Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Hand-feuenwaffen, welches bestimmt ist, unserer heimischen Waffenindustrie einen neuen Aufschwung zu geben und sie exportfähiger zu machen, in gleicher Weise aber auch das kaufende Publikum vor unsoliden Fabrikaten zu schützen, verändert die bis jetzt maßgebenden Bedingungen der Waffenfabrikanten und des Waffenhandels in einschneidender Weise."Aus diesen Zeilen geht der eigentliche Sinn des Beschußwesens hervor. Zwischenzeitlich wurden in fast allen europäischen Ländern und teilweise auch in Übersee eine staatliche Prüfung angeordnet, die von den meisten Staaten gegenseitig anerkannt wird. Verständlicherweise sind die Gesetze in den einzelnen Ländern unterschiedlich, jedoch das Grundkonzept ist annähernd dasselbe.Das Wichtigste für Jäger und Schützen ist die Möglichkeit der genauen Identifizierung der Beschußzeichen auf älteren Waffen. Hier ist besonders darauf zu achten, ob die jeweilige Waffe für Nitro- oder Schwarzpulver geprüft wurde, denn die modernen Treibladungsmittel ergeben bei weitem höhere Gasdrücke wie zum Beispiel die alten mit Schwarzpulver geladenen Patronen. Selbstverständlich spielt auch der Zustand bzw. die Handhabungssicherheit der Waffe eine große Rolle. Die einzelnen Kapitel sind so gewählt, daß die zeitlichen Abschnitte abgegrenzt sind, so daß eine Altersbestimmung der einzelnen Waffen möglich ist, sofern nicht das Beschußdatum aus dem Zeichen hervorgeht.Da Baron Engelhardt diese vorliegende Zusamnienstellung bereits 1955 abgeschlossen hatte, war es notwendig, die zwischenzeitlichen Ergänzungen und Gesetzesänderungen nachzutragen, was zwangsläufig in einigen Kapiteln zu Widersprüchen führt, die aber trotzdem sachlich richtig sind.Gerhard Wirnsberger