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Sitzung der Société Française de Philosophie 2. Juni 1947Monsieur Jean-Paul Sartre hat der Société folgende Thesen vorgelegt:Die Vorwürfe, die man gewöhnlich dem cogito macht, insofern es als apodiktisches Fundament einer Philosophie genommen wird, sind folgende:1.Das cogito ist ein Abstraktum, eine reine Form, insoweit man es von seinem cogitatum isoliert.2.Es kann nicht eine einzige Wahrheit begründen, weil die Wahrheit, wie Hegel sagt, geworden und synthetisch ist: Sie impliziert eine zeitliche Entwicklung, und das augenblickhafte cogito kann nicht die Zeitlichkeit fundieren.3.Aus dem gleichen Grund erlaubt es nicht, daß man sich von der Auffassung derZeit als eines Systems von Mitteln und Zwecken befreit. (Deshalb bedient Heidegger sich seiner nicht.)4.Es sagt nichts über sein Sein aus (zumindest wenn man nicht den substantialistischen Sprung Descar-tes' vollzieht), noch über das Sein der Welt, die sich nur als ein perceptum enthüllen kann.5.Es erlaubt nicht, daß man sich vom Solipsismus befreit, zumindest wenn man nicht zur Idee Gottes Zuflucht nimmt, das heißt, wenn man nicht den onto-logischen Sprung macht.5