Bővebb ismertető
Vorwort.
Nach fast vierjähriger Arbeit ist das Biblische Reallexikon, das im Rahmen des Handbuches zum AT als ein Hilfsbuch zur Erklärung der Realien geplant war, zum Abschluß gekommen. Neben zwei (1926 und 1930) vorangegangenen Studienaufenthalten in Palästina (u. a. in baläta und teil bét mirsim) ist ihm, wie ich hoffe, auch die Unterbrechung der Arbeit im Jahre 1935 zugute gekommen, die mich gemäß einem Forschungsauftrag zum dritten Male nach Jerusalem brachte. Die Fülle des Materials und die lexikographische Aufteilung bedingten eine ständige, nicht immer leichte Umstellung auf die verschiedensten Sachgebiete. Dabei war es mein Bestreben, nicht von den Kompendien (Bibelwörterbüchern und „Hebräischen Archäologien"), sondern von den Quellen, und das heißt in unserem Falle von dem oft weitzerstreuten Ausgrabungsmaterial aus Syrien und Palästina auszugehen. Die Spanne von der Hyksoszeit (XVIII. vorchr. Jahrhundert) bis zur hellenistisch-römischen Periode ist dabei zugrunde gelegt. Den archäologischen Bestand dieses Zeitraumes, wenn auch nicht vollständig, so doch ohne Übersehen wesentlicher Gegebenheiten bekannt zu machen und den eng bemessenen Raum des BRL mit seiner Darstellung in Wort und Bild zu füllen, erschien mir wichtiger als eine Vollständigkeit der Belegstellen, wie sie Konkordanzen und Bibelwörterbücher bereits bieten. Das BRL setzt einen Leser voraus, der sich zu einer bestimmten BibelsteUe eine Anschauung verschaffen möchte. Für die Vermittlung dieser Anschauung ist das zumeist aufgeführte Material aus Ägypten und Babylonien zugunsten des syrisch-palästinischen und mitannischen Bestandes weitgehend ausgeschaltet worden. Die verbreiteten „Altorientalischen Bilder zum AT" (1926) von Hugo Greß-mann sind zur Einsparung unmittelbar oder mittelbar interessierender Darstellungen häufig zitiert. Eine teilweise Uberschneidung mit dem Bildmaterial der „Denkmäler Palästinas" von C. Watzinger (1933. 1935) ergab sich aus der sachlichen Berührung. Auf dieses in geschichtlichen Querschnitten angelegte Buch sei mit besonderer Empfehlung hingewiesen; zur Baugeschichte ist es das wertvollste Werk, das wir bislang über diesen Gegenstand besitzen.
Bei der Auswahl der behandelten Stichworte hoffe ich nichts Wesentliches übersehen zu haben. Die größten Schwierigkeiten entstanden in dieser Hinsicht bei den topographischen Artikeln. Das leitende Prinzip dabei war, nur diejenigen Orte zu behandeln, bei denen Ausgrabungen stattgefunden haben oder bei denen die Identifizierung in neueren historisch-geographischen Untersuchungen besprochen wurde und bei denen außerbiblische Nachrichten erst das Bild wesentlich abrunden. So erklärt sich etwa die Aufnahme von Ai, Bittir, Hazor, Gibeon und Sidon, so das Ausscheiden von Beerseba, Dothan und Kades Barnea. Es kommt hinzu, daß diese und andere Orte,