Bővebb ismertető
vorwort
Tiere sind die Mitgeschöpfe des Menschen. Zu Billionen und aber Billionen bevölkern sie neben ihm die Erde. Ihre Zahl ist unbekannt. Bis heute haben die Wissenschaftler weit mehr als eine Million Arten beschrieben, und manche Arten bestehen aus Milliarden von Tieren.
Ebenso ungeheuer ist die Vielfalt der Formen. Da gibt es Insekten, die wie Baumrinde, wie Blätter oder Blüten aussehen; da gibt es winzige Meerestierchen, die sich nach allen Seiten auf das absonderlichste verzweigen; phantastische Gorgonenhäupter, die aus Dutzenden von wirr ineinander verschlungenen Armen bestehen; Schuppentiere, die Tannenzapfen gleichen; und Fledermäuse mit so bizarren Gesichtern, daß sie geradezu vom Mars zu stammen scheinen.
Woher diese überwältigende Mannigfaltigkeit, diese abenteuerlichett Erscheinungen? Sind das alles Auswüchse eines gigantisch wuchernden „Spieltriebes" - gewissermaßen bloße Launen der Natur? Nein, all diese erstaunlichen Gestalten, so willkürlich sie den Betrachter anmuten mögen, sind keineswegs „irgendwie" so geworden, wie sie jetzt sind. Sie sind geprägt durch die Bedingungen, unter denen sie leben: durch ihre Umwelt und auch durch die anderen Tiere, mit denen zusammen sie existieren. Dementsprechend kann man aus dem Körperbau eines Tieres weitgehend ersehen, wo es wohnt, wie es sich ernährt, sich verteidigt Nachttiere haben große Augen, Höhlentiere oft gar keine. Tiere der kalten Regionen besitzen vielfach kleinere Extremitäten - zum Beispiel Ohren - als die Vertreter der gleichen Gattung in warmen Gegenden. Geschöpfe der Steppen und Savannen haben zumeist längere Beine und größere Hörner als ihre Verwandten, die im Wald leben und denen lange Beine weniger nützlich, lange Hörner sogar hinderlich wären. Und so weiter und so fort.
Auf solche W^ise ist das Tier eingefügt in seinen Lebensraum. Sein Körper paßt, geformt durch einen jahrmillionenlangen Prozeß, genau zu dem, was ringsum vorhanden ist, was ihn ernährt,