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Bildatlas des Sonnensystems [antikvár]

Bruno Stanek, Ludek Pesek

 
Ergänzende Rekonstruktion teilweise erforschter HimmelskörperWir leben in einer Zeit, in der Jahr für Jahr umwälzende Neuerungen eingeführt und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Nie zuvor in der Geschichte war es Menschen innerhalb eines Lebensabschnittes vergönnt, an so vielen Entdeckungen teilzuhaben und in einst unergründliche Geheimnisse Einblick zu bekommen. Es fällt einem heute regelrecht schwer -manche sagen sogar, es sei unmöghch -, sich angesichts der Vielfalt neu aufblühender Wissenschaftszweige noch ein einigermaßen...
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Ergänzende Rekonstruktion teilweise erforschter HimmelskörperWir leben in einer Zeit, in der Jahr für Jahr umwälzende Neuerungen eingeführt und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Nie zuvor in der Geschichte war es Menschen innerhalb eines Lebensabschnittes vergönnt, an so vielen Entdeckungen teilzuhaben und in einst unergründliche Geheimnisse Einblick zu bekommen. Es fällt einem heute regelrecht schwer -manche sagen sogar, es sei unmöghch -, sich angesichts der Vielfalt neu aufblühender Wissenschaftszweige noch ein einigermaßen umfassendes Bild unserer Welt zu machen.Ganz besonders was die außerirdische Erweiterung unseres Horizontes anbelangt, leben wir in der bisher wohl faszinierendsten Epoche. Erstmals ist der Mensch in der Lage, über die Beschaffenheit fremder Welten nicht nur zu philosophieren, sondern sie an Ort und Stelle zu rekognoszieren. Er beginnt seinen Heimatplaneten in größerem Zusammenhang zu sehen. Gerade in dieser Zeit ist es wichtiger denn je, dem interessierten Laien in bildlicher Darstellung den Zugang zu neuen Erkenntnissen zu erleichtern. Die Forschungsobjekte sind schließlich fern von unserer Erde, und es bedarf eines reichen Vorstellungsvermögens, diese fernen Himmelskörper als Welten im herkömmlichen Sinne zu sehen. Das Wissen über unsere Nachbarplaneten z.B. wird in mühsamer Kleinarbeit zusammengetragen, und der wissenshungrige Zeitgenosse hat vielleicht weder die Zeit noch die Möglichkeit, aus diesem oft noch unvollständigen Mosaik ein klares Bild zu gewinnen.Dem vorliegenden Buch liegt eine realistische Darstellungsweise zugrunde, die von eben solchen Rekonstruktionen ausgeht. Man sieht sich auf irgendeinen Planeten versetzt und hofft, irgendwann in der Zukunft das entsprechende Farbfoto jener Gegend mit der hier gezeigten Abbildung vergleichen zu können. Der Mond kann bereits als Präzedenzfall gelten: Nachdem jahrhundertelang mehroder weniger geglückte Darstellungen von Mondlandschaften angefertigt wurden, wissen wir nun aus Fotos, Filmen und Fernsehaufnahmen, wie es dort tatsächlich aussieht. Mit den ersten Aufnahmen erlangten die früheren Rekonstruktionen mehr historischen Wert; sie spiegelten, wenn sie gut waren, das Wissen um unseren Erdtrabanten zur damaligen Zeit. In diesem Sinne ist die Rekonstruktion also gleichsam eine Momentaufnahme des Standes der theoretisch erarbeiteten Kenntnisse.Was aber ist eine gute Rekonstruktion? Ihre Qualität hängt nicht nur ab vom Vorstellungsvermögen ihres Schöpfers und von seiner Beherrschung der Maltechnik. Die Darstellung soll in jedem Detail dem letzten Stand der Wissenschaft entsprechen. Erwiesene Fakten und logische Hypothesen müssen sich zu einem widerspruchslosen Ganzen zusammenfügen. Eine gute Rekonstruktion ist somit das Endprodukt einer Zusammenarbeit verschiedener Forscher aus mehreren Disziphnen mit dem Zeichner oder Maler. Und darin liegt auch ihre Bedeutung.Diese Schlüsse gelten nun keineswegs nur für die Darstellung des Wissens über das Weltall. Überall dort, wo uns die Gegenstände der Forschung entweder örtlich oder zeitlich noch nicht oder nicht mehr zugänglich sind, ist man in Ermangelung von Fotografien oder gar direktem Augenschein auf Rekonstruktionen angewiesen. Obwohl der dieser Kategorie zuzuordnende Bereich im Laufe der Zeit mehr und mehr zusammengeschrumpft ist, sind immer noch Gebiete übriggeblieben, in denen die Fotografie die Zeichnung nicht ersetzen konnte. So ist es beispielsweise dem Geologen nicht möglich, eine Landschaft in einem anderen als dem gegenwärtigen geologischen Zeitalter zu fotografieren. Im Bereiche der Paläontologie ist es nicht möglich, das Abbild eines Tieres auf den Film zu bannen, von dem nur einige Knochenerhalten geblieben sind. Die Archäologie sieht sich außerstande, eine antike Stadt aufzunehmen, von welcher nur Ruinen übriggeblieben sind. Wenn uns Geologen die neuesten Erkenntnisse über den Werdegang des Mittelmeers verkünden, das im Verlaufe der Jahrmillionen (abwechselnd) austrocknet und sich von neuem füllt, dann versagt eine durchschnittliche Phantasie. Wie soll man sich bei der Meerenge von Gibraltar die gewaltigen Kaskaden vorstellen, in denen Wasser aus dem Atlantik während eines Jahrhunderts in die glühendheiße, salzige Depression stürzt? Eine gute Rekonstruktion, angefertigt auf Grund der Kenntnis der tektonischen Veränderungen zwischen Afrika und Europa sowie von Karten des Mittelmeergrundes, kann hier dem Laien ein Bild vermitteln.Doch nicht nur makroskopische Objekte können unzugänglich sein. Auch der Mikrokosmos ist unter Umständen mangels perfekter Mikroskope bildlich nicht voll erfaßbar. Selbst der besten Aufnahme eines Elektro-nenmikroskopes fehlt die plastische Tiefe, vor allem aber die Farbe. Hier hilft, um das Modell zu vervollständigen, nur die Rekonstruktion durch einen Zeichner mit entsprechenden naturwissenschaftlichen Kenntnissen.Das Musterbeispiel ist jedoch zweifellos die planetarische Malerei, wie die entsprechende Fachrichtung der gegenständlichen Kunst in der Raumforschung manchmal genannt wird. Solange es nicht möglich ist, einen Kameramann ins Innere des Saturnringes zu entsenden, oder ihn von der Oberfläche des Merkur aus einen Kometen am nächtlichen Firmament aufnehmen zu lassen, bereichert uns eben jede neue Schöpfung der weltweit äußerst seltenen planetarischen Malerei.So erlauben wir uns denn, Sie hiermit zu einer phantastischen Reise einzuladen, die quer durch unser Planetensystem führt, nachdem ein kleiner Exkurs in noch größere Weiten

Termékadatok

Cím: Bildatlas des Sonnensystems [antikvár]
Szerző: Bruno Stanek Ludek Pesek
Kiadó: Hallwag Verlag
Kötés: Ragasztott kemény papírkötés
ISBN: 3444101309
Méret: 240 mm x 310 mm
Bruno Stanek művei
Ludek Pesek művei
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