Bővebb ismertető
VorwortDer Abschlußband der vierbändigen Bacli-Dokumenten-Reihe des Bach-Archivs ist den lebensgeschichtiichen Bilddokumenten vorbehalten. Dieses bildbiographische Vorhaben bedarf kaum einer besonderen Rechtfertigung; denn Anschaubarkeit ist auch im musik-hiatorischen Bereich eine unentbehrliche Erkenntnisquelle, aus der sowohl der Laie als auch der Fachmann vielfältigen Gewinn zu schöpfen vermag. Die Funktion eines solchcn Bildbandes reicht daher naturgemäß, je nach der Frageintensität des Benutzers, vom informativen Bilderbuch bis zur wissenschaftlichen Materialsammlung. Beiden Anforderungsarten möchte unser Bildband gerecht werden.Die zeitliche Begrenzung des Stoffgebietes war durch Bachs Lebenszeit vorgegeben, die inhaltliche Auswahl durch das Kriterium der Bachbezogenheit vorbestimmt. Aufnahme fanden somit Abbildungen von Landschaften und Orten, in denen Bach lebte und wirkte oder die er besuchte, von Gebäuden, in denen er wohnte oder dienstlich und privat verkehrte, von Instrumenten, die er erbauen ließ, prüfte oder spielte, Bildnisse von Persönlichkeiten, mit denen er beruflichen oder privaten Kontakt hatte oder die seine künstlerische Entwicklung beeinflußten, daneben aber auch Ausschnitte aus Schrift- und Druckdokumenten, die über sein privates oder berufliches Leben und seine gesellschaftlichen Beziehungen Wesentliches aussagen, und schließlich noch Proben aus markanten Musikschöpfungen sowie deren Textvorlagen und Erstausgaben.Es versteht sich von selbst, daß das Bilddokumentenangebot sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht stark unterschiedlich war. Während einerseits eine strenge Auswahl aus reichlich vorhandenem Abbildungsmaterial getroffen werden mußte, ergab sich andererseits mehrfach die Zwangslage, den dürftig überlieferten Dokumentenbestand mittels langwieriger Suchaktionen wenigstens so weit aufzufüllen, daß der Zusammenhang der lebensgeschichtlichen Darstellung einigermaßen gewährleistet blieb. Wenn aber trotz intensiver Bemühungen zum Beispiel zahlreiche Bildnisse von Persönlichkeiten des Bachschen Lebenskreises nicht zu beschaffen waren, so ist dies zwar bedauerlich, aber auch insofern verständlich, als ja bekannter weise selbst von einigen Großmeistern der Musikgeschichte noch immer vergebens nach Porträtbildern gesucht wird.Die gelegentliche Kargheit der BUdüberlieferung in Verbindung mit gewissen augenblicklichen Beschaffungsschwierigkeiten war auch der Grund dafür, daß ästhetische Kriterien bei der Bildwahl bisweilen zurückstehen mußten, was aber schließlich ein durchaus ejnkalkulierter Mangel für eine Publikation ist, die nicht als Schön-bildband, sondern als Bilddokumentenband konzipiert wurde. In gleicher Weise mußte bei einigen Orts- und Gcbäudeansichten in Ermangelung historischen Bildgutes auf neuere Aufnahmen zurückgegriffen werden, soweit diese den bachzeitlichen Zustand noch einigermaßen erkennen lassen. In diesen Fällen schien die Bildbeigabe der an den betreffenden Gebäuden angebrachten Gedenktafeln für die Intensität der historischen Aussage von Nutzen.ellte Überschau über die speziellen Probleme der im älteren Schrifttum belegten Bach-Bildnisse und ihre Identifizierungsmöglichkeiten will hierzu eine brauchbare Ausgangsbasis erstellen.jsgegeben vom Bach-Archiv Leipzig lr Leitung von* Bach-Dokumente. Her Werner Neumann.Band I: Schriftstücke von der Hand Johann Sebastian Bachs. Vorgelegt und erläutert von Werner Neumann und Hans-Joachim Schulze. Kassel etc. und Leipzig 196} (= Dok I). Band II: Fremdschriftüche und gedruckte Dokumente zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bachs 1685 17J0. Vorgelegt und erläutert von Werner Neumann und Hans-Joachim Schuhe. Kassel etc. und Leipzig 1969 ( Dok II). Band III: Dokumente zum Nachwirken Johann Sebastian Bachs 1750-1800. Vorgelegt und erläutert von Hans-Joachim Schulze. Kassel etc. und Leipzig 1972 (=Dok III).