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(jEWEJiATWNETV WATTÉN AM DEM TTÍEMA DES Totentanzes geistig und künstlerisch gearbeitet, bis Haris Holbein in sexnem Volksbuch von den ,,Bitdern des Todes" die endgültige, klassische Tormulierung fand. Ben ganzen T{eichtum an Gedanken und Bildern, der in Treskendarstellungen und Tíolzschnittbüchern des j5. Jahrhunderts ausgebreitet ivar, machte er sich zu eigen und schuf auf der Tíöhe seiner Kraft, *hn um zu einer 7(eihe von dramatischen Bildern, Variationen über das alté Lied: ,,Mitten wir im Leben Sind vom Tod umgeben." Seine Todesgestalt isikéin Symbol, kein Schemen, das nur dabeisteht, zvenns ans Sterben geht, sondern eine dramaüsch handelnde Person, voll J^rafl,vollEnergie, und, obschon Gerippe, lebendiger alsdieWesen von Tteisch und Bluf, die sie umbringt. Der Tod nimmt akiiven Jlnteil an dem Tun und Treiben der JMenschen, als Treund und als Teind, zoie Menschensind. DenT{itterdurchsHchtervon hinten auf dem Schlachtfelde, und den kindischen Greis lockt er mitMusik, dafi er in die Grube stolpert; dem J^önig wartet er auf bei der Tafelals sein getreuer J^necht, und mitJldam bebauterim Schweifie seines Jlngesichts dieErde. Jeden Stand, jedes Jllter über falit er plölzlich, baldhöhnisch, baldfreundlich ; aber noch keinen hal er verschont. So ward diesBuch ein ernstes,ja ein grausiges Mementó, und die Zeit, die von der Halbjahrtausendwende ein apokalyptisches Strafgericht Gottes und den Tíntergang der Welt gefürchtet und die nun aufgeatmet hatte, dafi diese Angst vorüber zvar, und die sich nun erst recht im Glanze ihres Daseins sonnte, sollte den Gedanken an den Tod nun einmal nicht mehr loswerden. J^rieg und Pest, T\eformation undBauernkriege wüteten durcheinander. Der Tod war eine bekannte Tigur auf der Bühne des öffentlichen Lebens. Aber es steckt noch mehr in dieser Bilderfolge als die allgemeinen Vhantasien über unser Sterbenmüssen. Es stecktsehr viel Soziales darin, soziale Tiritik und soziale Anklage. Wenn Tíolbein den Papst auf dem Höhepunkte seines Lebens darstellt und für diesen Tíöhepunkt den Augenblick wahlt, zoo er einem demütig vor ihm knienden J^önige die Jirone aufsetzt, so zveifö man, was Tíolbein politisch meinte. Der Tod reifít einenMönch an sich, und der rettetsein J{ostbarstes. Aber dieses J^ostbarste ist nicht sein Gebetbuch, sondern seine Sparbiichse. Der Tierzog, den der Tod schon am Tlermelin zerrt, redetweiter mit seinen Tiofleuten