Bővebb ismertető
VORWORT Erst zwei Jahrzehnte ist es her, daß sich das weltweit von Lesern aller Altersgruppen verschlungene Massenmedium "Comic" einen halbwegs unangefochtenen Platz im muttersprachlichen Deutschunterricht und im Fremdsprachenunterricht erkämpft hat. Man darf als Lehrer nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, daß ca. 80% der deutschen Kinder und Jugendlichen (in anderen Ländern dürfte die Zahl kaum niedriger liegen) wähl- und kritiklos Comics konsumieren. Die Schule würde pädagogische Chancen verspielen, wollte sie nicht versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen und die jungen Leser rechtzeitig zu größerer Distanz, kritischerer Haltung und sorgfältigerer Lektürewahl zu erziehen. Statt der pauschalen Verteufelung des Genres Comic, die in der Vergangenheit so gerne praktiziert wurde, ohne das Leseverhalten der Heranwachsenden beeinflussen zu können, wäre eine kontinuierliche Medienerziehung sinnvoller, die den naiven Betrachter allmählich zwischen künstlerischer Qualität, Originalität und gesellschaftlichem Engagement einerseits und schablonenhaften Fließbandproduktionen andererseits unterscheiden lehrt. Mag die Tatsache, daß in der Zusammenstellung aller in der Welt publizierten Übersetzungen Comics die Spitzenposition einnehmen, zunächst erschrecken, so stehen dem doch auch stolze Zahlen mancher Klassiker der Jugendliteratur wie Mark Twain, Jack London oder Enid Blyton gegenüber, die beweisen, daß es zwar ein Nebeneinander von Comic und Jugendbuch, nicht jedoch eine ernsthafte Konkurrenz für die 1 Jugendliteratur durch Comics gibt. Bedenklicher dürfte es sein, daß Serien mit höherem Niveau in der Comicflut nur einen geringen Prozentsatz ausmachen. Genau hier muß die schulische Erziehung zum nutzbringenden Umgang mit diesem Medium einsetzen. Die weltweite Verbreitung des Massenkommunikationsmittels