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Denise, nervös und aufgeregt, kaufte sich am Kiosk gegenüber der Bürgerschule eine Abendzeitung. Wie dumm von mir, dachte sie, ich kann sie hier doch nicht lesen. Was sollen die lieben Mitbürgervon mir denken,sehen sie mich unter der Laterne stehen und im,,Express" blättern? Ich muß lernen, mich ein bißchen würdiger zu benehmen, mit vierundzwanzig haben andere schon drei Kinder.
Sie las nur die Schlagzeile. Noch immer keine Klärung des Mordfalles in Avignon — Witwe des Ermordeten von ihren Elfern zurück nach Zürich geholt — Wer hat Juwelier Häberli ermordet ? Denise fühlte sich unbehaglich bei dem Gedanken, der oder die Mörder des armen Häberli könnten sich in der Nähe aufhalten, vielleicht sogar hier in Cachy, denn in Avignon warteten sie bestimmt nicht auf die Polizei. Bisher schien niemand zu wissen, wohin sich die Verbrecher nach ihrer Tat wendeten, um der Bestrafung zu entgehen.
Vom Turm der Franziskanerkirche schlug es die volle achte Stunde des Abends, dann meldete sich das Gebimmel der Rathausuhr, schließlich das Dröhnen von Sankt Michael, der nie die genaue Zeit einhielt.
Es begann wieder leicht zu regnen, und Denise wußte nicht gleich, wo sie sich unterstellen sollte. Sie ging zurück zum Kiosk, dessen Dach an den Seiten weit überstand. Fröstelnd starrte die junge Frau zu den erleuchteten Fenstern im ersten Stock der Bürgerschule, wo Gaston in diesem Moment zum letztenmal vor der Prüfungskommission stand. Obgleich Denise nicht überdurchschnittlich abergläubisch war,
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