Bővebb ismertető
Nachtrag zu Band V, Teil 2.
Geschwülste des Eierstockes.
Von Prof. Dr. K. Sternberg, Wien.
Bei der Besprechung der Histogenese der Ovarialcystome (Bd. V, 2. Teil) habe ich der Meinung Ausdruck gegeben (S. 750), daß die Ableitung dieser Geschwülste von congenital verlagerten Zellen im Sinne Walthards befriedigender wäre als die übrigen einschlägigen Hypothesen, daß aber eine Nachprüfung der Walthardschm Befunde wünschenswert wäre.
Seither hat nun Julius Richter auf meine Veranlassung einschlägige Untersuchungen in meinem Institut ausgeführt, ferner liegt in der japanischen Literatur eine Arbeit von Akagi vor, von deren Inhalt ich durch die Liebenswürdigkeit 'Walthards Kenntnis erhielt. Während Akagi die Befunde Walthards vollständig bestätigen konnte, ist dies Richter nur teilweise gelungen. Er fand zwar bei Serienuntersuchung kindlicher Ovarien im Oberflächenepithel die von Waithard beschriebenen schlauch- und bläschenförmigen Bildungen, ferner ab und zu an der Oberfläche des Ovars bzw. Ovarstieles kugelige Anhäufungen von Zellen, die bisweilen den Eindruck von Plattenepithel machten, endlich in sehr jungen Ovarien Nester von Granulosazellen, er konnte aber niemals Flimmer- oder Becherepithelien in den Ovarien finden.
Den Befunden Richters zufolge sind also die Voraussetzungen nicht gegeben, um die Pseudomucin- und Flimmerepithelcystome im Sinne Walthards zu erklären, vielmehr muß eine andere Deutung der Histogenese gefunden werden. Uns erscheint die Annahme am einfachsten, daß das Oberflächenepithel des Ovars entsprechend seiner Herkunft vom Coelomepithel unter Umständen durch Umdifferenzierung Flimmer- oder Becherepithel bilden kann und daß die Ovarialcystome (im Sinne der Waldeyerschzn Annahme) aus abgeschnürten Einstülpungen des Oberflächenepithels hervorgehen, innerhalb welcher es aus derzeit unbekannten Gründen zu einer Umdifferenzierung der Zellen gekommen ist. Diese Erklärung der Ovarialcystome ist unseres Erachtens jedenfalls der Annahme einer teratoiden Genese vorzuziehen.