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Biologie und Pathologie des Weibes III. [antikvár]

 
Die Konstitutionstypen des Weibes, insbesondere der intersexuelle Typus. Von Prof. Dr. P. Mathesf, Vorstand der Universitäts-Frauenklinik Innsbruck. Mit 26 Abbildungen im Text und einer farbigen Tafel. Einleitung. Man spricht von Konstitution, solange als es eine systematische Heilkunde gibt. Die neuere Konstitutionsforschung ist aber nicht älter als etwa 20 Jahre. Vorher hatte sich die medizinische Wissenschaft bemüht, mit klinischen, chemischen und vor allem bakteriologischen Methoden Krankheitsbilder und Krank-heitszustände...
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Die Konstitutionstypen des Weibes, insbesondere der intersexuelle Typus. Von Prof. Dr. P. Mathesf, Vorstand der Universitäts-Frauenklinik Innsbruck. Mit 26 Abbildungen im Text und einer farbigen Tafel. Einleitung. Man spricht von Konstitution, solange als es eine systematische Heilkunde gibt. Die neuere Konstitutionsforschung ist aber nicht älter als etwa 20 Jahre. Vorher hatte sich die medizinische Wissenschaft bemüht, mit klinischen, chemischen und vor allem bakteriologischen Methoden Krankheitsbilder und Krank-heitszustände möglichst scharf zu umschreiben und diesen einen bestimmten Ort im kranken Körper zuzuweisen. Die Ursachen für den verschiedenen Ablauf krankhafter Zustände im Einzelfalle wurden in der Verschiedenheit der äußeren Umstände gesucht, unter denen die einzelnen kranken Menschen standen, sowie in der Verschiedenheit der krankmachenden Ursachen. Ganz allmählich um die Wende des Jahrhunderts hat sich die Meinung Bahn gebrochen, daß die Ursache für das verschiedene Verhalten der einzelnen Menschen in kranken und in gesunden Tagen viel mehr von der inneren Beschaffenheit und von der ursprünglichen Anlage abhängig sein möge. Besonders war es Martius, der mit seinem im Jahre 1909 erschienenen Werke über Pathogenese innerer Krankheiten immer wieder mit allem Nachdrucke und mit dem ganzen Gewichte seiner Persönlichkeit für diese Anschauung eingetreten ist. Wohl seinem Eifer ist es zu danken, wenn heute soviel von Konstitution, von Konstitutionsforschung, von Konstitutionspathologie gesprochen wird. Um so verwunderlicher ist es, daß eine Einigung darüber bis heute noch nicht erzielt ist, was man denn eigentlich unter Konstitution zu verstehen habe. Ja, die Meinungen darüber stehen in schroffem Gegensatze zueinander und die Hartnäckigkeit, mit der diese Meinungen angegriffen und verteidigt werden, legt allein schon die Vermutung nahe, daß es sich in dem Streite vielleicht um etwas handeln möge, was überhaupt außerhalb der Grenzen des Erkennbaren liegt und was nur durch logische Überlegung lösbar ist. So war es wenigstens immer in der Geschichte der Wissenschaften (man denke an den Streit über den Atombegriff u. a. m.) und so scheint es mir auch in diesem Falle zu sein. Was „bedeutet" Konstitution? Die einen verstehen, so wie ich, unter Konstitution etwas Angeborenes, Unveränderliches, die anderen meinen, daß es so etwas nicht gibt, daß alles einem steten Wechsel von Kräften und Gegenkräften unter- Halban-Seitz, Biologie und Pathologie des Weibes. III. 1

Termékadatok

Cím: Biologie und Pathologie des Weibes III. [antikvár]
Kiadó: Urban & Schwarzenberg
Kötés: Aranyozott félbőr kötés
Méret: 180 mm x 260 mm
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