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Vorwort zur Ausgabe 2005-2007 Hí n3 0Í hk Ifi HBB Bittere Pillén - der Klassiker, dem Sie vertrauen können Als das Buch Bittere Pillén 1983 zum ersten Mai erschien, gab es wütende Reaktionen von Seiten der Pharmaindustrie - weil wir fast 60 Prozent aller Medikamente als abzuraten oder wenig zweckmáLig eingestuft hatten. Der Groféteil dieser Medikamente ist inzwischen vom Markt verschwunden. In dieser neuen Ausgabe von Bittere Pillén gelten nur noch 25 Prozent aller Medikamente als abzuraten oder wenig zweckmáLig. Und zwar nicht etwa deshalb, weil wir unsere Bewertungskriterien geándert habén. Nach wie vor sind wir vollkommen unabhángig und können es uns leisten, ohne Rücksicht auf die Pharmaindustrie Empfehlungen abzugeben, die wissenschaftlich seriös sind und einzig das Wohl der Patienten im Auge habén. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde uns von manchen Árzten und Patienten immer wieder vorgeworfen, unsere kritische Haltung sei überzogen. Ein Blick zurück auf einige Medikamentenskandale bestátigt uns jedoch und zeigt, dass das Buch Bittere Pillén ein Klassiker geworden ist, dem Patienten und auch Árzte vorbehaltlos vertrauen können. Rheumamittel Vioxx - wissenschaftlicher Betrug Die frühzeitige Warnung vor fragwürdigen und gefáhrlichen Medikamenten gehört zu den Stárken der Bitteren Pillen. Das zeigte sich beispielsweise auch beim Rheumamittel Vioxx, einem der meist verkauften Medikamente der vergangenen Jahre. Es wurde wegen herzschádigenden Nebenwirkungen im September 2004 weltweit vom Markt genommen. Bereits in der letzten Ausgabe der Bitteren Pillen - erschienen im Jahr 2002 - hatten wir Vioxx überwiegend negativ bewertet: Enttáuschend. Noch wenig erprobtes, umstrittenes Mittel, und im Vorwort eigens auf die Risiken hingewiesen: In der medizinischen Fachliteratur háufen sich Meldungen über manipulierte Ergebnisse von Medikamentenversuchen durch Pharmakonzerne bzw. die beteiligten Wissenschaftler. Auf wundersame Art und Weise werden aus fragwürdi-