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Tausend Wünsche für Dein Glück, Leg ohne Freuden keinen Tag zurück, Und um des Lebens Dich zufreuen Mufit Du mit Rosen es bestreuen. Dieses liebenswürdige Verschen schrieb 1791 August Raabe, der GroBvater von Wilhelm Raabe, einer guten Freundin ins Stammbuch. Noch heute berühren uns die schlichten Zeilen, beéindrucken uns Stammbucheintragungen als sehr persönliche Zeugnisse. Als kulturgeschichtliche Quellen sind Stammbücher von hohem Wert. Das Stammbuch ist im 16. Jahrhundert unter verschiedenen Bezeichnungen, die mit dem Ursprung der einzelnen Formen zusammenhángen, entstanden. In Gelehrtenkreisen herrschte zunáchst der lateinische Aspekt vor, in Adelskreisen mit heraldischen Elementen der genealogische, ablesbar an den Formulierungen Liber amicorum oder Wappenbuch. Soweit bisher feststellbar, taucht um 1590 der BegrifTStammbuch auf; das Titelblatt des Büchleins von Eberhard Jabach wird aufAlbum amicorum und Stammbuch bezogen. Auf weitere Bezeichnungen machte Christian August Vulpius im ersten Band der Curiositáten (1811) aufmerksam; zugleich skizzierte er den BegrifFStammbuch so: Die Benennung Stammbuch, sagte unstreitig eben so viel, als Geschlechtsbuch. Daher findet man auch in den áltern Stammbüchern, besonders der Edelleute, so viele Wappen eingemalt. Deswegen sind sie dem Heraldiker und Genealogisten so hülfreich und merkwürdig, ja, in einigen Beziehungen, dem