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(Pressephoto: KNA)
Reinhold Schneider
LEBENSLAUF
Die Nähe sah ich und die Ferne prangen, Ich durfte Städte ohne Zahl durchmessen Und habe viel des Herrlichsten besessen, Allein am Süden hat mein Herz gehangen.
Doch hab' ich mehr entbehrt noch als empfangen Und nie im Glücke meinen Gram vergessen; An mein erschauernd Herz ein Herz zu pressen, Das sollt' ich nie auf dieser Welt erlangen.
Hart war die Zeit; sie warf auf ihre Waage Die Täter und die Träumer auch und rührte Die Toten an mit kaltem Richterschwerte.
Ich dankte Gott für meine dunkeln Tage, Und leichter atmend, seit das Licht ich spürte, Verließ ich ohne Schmerzen diese Erde.
Aus „Die Sonette" (Verlag Jakob Hegner).
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