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Sie kamen zurück. Ich versuchte gar nicht erst in ihreGesichter zu blicken, um davon die Entscheidungabzulesen, und auch nicht, nachdem ich das kurze Lä-cheln der Geschworenen Nummer 8 gesehen hatte, derDame mit dem silberblauen Haar, die sich in geradezumütterlicher Konzentration mein Plädoyer angehörthatte. Ich hatte sie wohl seit dem dritten Tag des Pro-zesses in der Tasche; trotzdem konnte ich nicht mit Si-cherheit sagen, ob ihr Lächeln mich nun beruhigen odernur mütterliches Mitgefühl ausdrücken sollte. Aber wo-zu alles Herumrätseln? In weiteren dreißig Sekundenwar Rydell entweder frei oder tot. Ich wandte mich derRichterbank zu.Meine Damen und Herren Geschworenen Auf dem Stuhl neben mir schmolz Rydells eiserne Be-herrschung etwas. Ich versuchte mir vorzustellen, was erin diesem Augenblick fühlte, wie es wohl wäre, mit sei-nen Augen auf die geschürzten Lippen des Juryspre-chers zu starren, mit seinen Ohren das Räuspern und dielangsamen Worte zu hören, die ihm - was in Aussichtstellten? Das Recht zu atmen, sich auszuschlafen, kaltesBier zu trinken, im Park spazierenzugehen? Oder einenrasierten Schädel, einen Schlitz in der Hose, einen letz-ten schlurfenden Marsch durch einen grauen Korridor?Nein, ich konnte mir nicht vorstellen, was Rydell emp-fand. Niemand konnte das. In diesem Augenblick nahmich nur den pulsierenden Druck in meiner Brust wahr.