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Eine behagliche Junggesellenwohnung. Wáre gerade richtig für mich, solange ich noch nicht verheiratet bin. Durch Fenster und Balkontür falit das Licht eines Mai-morgens. Blafjgraue Wánde, dunkelgraue Samtsessel, ein rosafarbener Perserteppich und das unvermeidliche rundé Tischchen, das hauptsáchlich dazu da ist, den Platz zu verstellen. Samtvorhánge, ebenfalls in Rosa, eine Stehlampe mit Seidenschirm Was noch? Ach, ja: ein breites, bequemes Bett. Aber das wáre nicht das Rechte. Denn auf dem weichen Bett liegt, krumm wie ein Frage-zeichen, in seinem himmelblauen Schlafanzug der Tote.Mit der Untersuchung des Zimmers, den Aufnahmen, der Spurensicherung, dem Protokoll sind wir fertig, die Spezialisten sind fort. Nur mein altér Freund, der Ge-richtsmediziner, und ich sind noch im Zimmer, wenn man vom Posten an der Tür absieht. Wáhrend sich der Arzt mit seinem toten Patienten bescháftigt, untersuche ich Wohnzimmer, Vorraum und Balkon noch einmal, um meine Eindrücke zu prázisieren und in einen logi-schen Zusammenhang zu bringen. Na, Altér, was ist, gibt's noch was?"Wie immer láfjt sich der Doktor mit der Antwort Zeit, um sich wichtig zu machen. Ich seufze gequált und hole eine Schachtel Zigaretten aus der Tasche, doch mein Freund schüttelt zu meiner Verblüffung den Kopf und sagt feierlich: Danke, ich rauche nicht mehr." Endlich mai eine gute Neuigkeit", brumme ich und zünde mir eine an. Da spar ich jetzt eine Menge Geld." Gasvergiftung, weiter nichts", sagt der Arzt, ohne auf mein Gerede zu hören. Und selbst wenn noch etwas wáre, wird sich das erst bei der Analyse herausstellen." Bravó!" antworte ich. Im Konstatieren offensicht-licher Dinge hast du was weg!" Für das andere wirst du bezahlt." Was mich interessiert, ist " ob er vor dem Schlafengehen ein Schlafmittel genommen hat", beendet der Virtuose der Autopsie den Satz und fügt beiláufig hinzu: Gib mir übrigens doch eine Zigarette."