Bővebb ismertető
VÖGEL Aves Den Vogel erkennt man an seinen Fedem." Mit diesen Worten unterscheidet man sehr richtig die gefiederten Wirbeltiere von allén übrigen Wirbeltieren. Wenn man hinzufügt, daB der Vogel einen zahnlosen Hornschnabel besitzt, die Vorderglieder zu Flügeln umgebildet, alsó nur noch zwei Beine vorhanden sind, sowie sich ferner vergegenwartigt, daB das Hinterhaupt einen einzigen Gelenkhöcker tragt, das Herz doppelte Kammern und Vorkammern besitzt, die Lungen mit Luftsácken und den meist luftführenden Knochen in Verbindung stehen und die Vermehrung durch hartschalige Eier erfolgt, so hat man die wesentlichen Kennzeichen der Vögel beisammen. So abweichend gebaut der Vogel zu sein scheint, so groBe Áhnlichkeit zeigt sein Skelett mit dem der Sáugetiere und noch mehr mit dem der Kriechtiere, weshalb man die Kriechtiere und die Vögel zu der Gruppé der Sauropsiden zusammenfaBt. Wahrscheinlich sind die Vögel und die Dinosaurier von gemeinsamen Vorfahren herzuleiten. Bezeichnend für die Vögel ist ihr Vermögen zu fliegen: Mit ihm hangén alle Eigentümlichkeiten der Gestalt und des inneren Baues aufs engste zusammen; aus ihm erklart sich gröBtenteils die Umgestaltung, die die Vögel im Gegensatze zu Sáuge- und Kriechtieren erlangen muBten, um das zu werden, was sie sind. Ihr ganzer Körperbau ist auf das Fliegen eingestellt: Die Gestalt ist mehr oder weniger tropfenförmig, der befiederte Vogel stellt eine glatte Spindel dar, die mit dem Schnabel die Luft durchschneidet. Die VordergliedmaBen sind zum Flugorgan geworden, sie tragen die das Fliegen ermöglichenden Schwungfedern. Beim Gehen und Stehen ruht das Körpergewicht alléin auf den Beinen. Das Fliegen wird durch Gewichtsverminderungen erleichtert: Die Knochen sind in der Regei marklos und zum gröBten Teile mit Luft gefüllt; der Schádel ist besonders leicht, Záhne fehlen, die Nahrungszerkleinerung ist in den Magén (Kaumagen") verlagert worden; an Stelle eines knöchernen Schwanzes finden sich lange Schwanzfedern. All dies erhöht die Flugfáhigkeit, mit der auch der besonders lebhafte Stoffwechsel, die VergröBerung der atmenden Lungenoberflache und das Vorhandensein von Luftsácken, die sich teilweise bis in die Knochen erstrecken, in Zusammenhang stehen. Die Haut der Vögel ist sehr dünn, da sie nicht die Aufgabe hat, den Körper zu schützen oder Warmeverlust zu verhindern. Die Oberhaut (Epidermis) besteht nur aus wenigen Zellschichten, auch die darunterliegende Lederhaut (Corium) ist dünn. Nur an unbefiederten, nackten Stellen ist die Haut dicker, z. B. am nackten Hals der Geier, am Kopf vieler Hühnervögel, bei denen die Mánnchen oft durch buntgefárbte groBe Kamme, Ohr- und Kehllappen, Augenwülste oder Halslappen ausgezeichnet sind. Sehr dick ist die Oberhaut vor allém am Schnabel und an den FüBen, die ja beide eine starke Panzerung nötig habén. Die knöcherne Stütze des Schnabels sindoben besonders der umfangreiche Zwischenkafer (Praemaxillare) und untén das sog. Zahnbein (Dentale). Diese Knochen bestimmen jedoch