Bővebb ismertető
VORWORTDieser Band bietet, in unterschiedlicher Weise, relevantes Material für folgende Gebiete: politische und soziale Geschichte, Literargeschichte, Philosophie und Ethik, Geschichte der politischen Parteien, insbesondere die der Deutschen Fortschrittspartei, der Volkspartei und der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, Wahlbewegungen, Geschichte der Arbeiterbewegung und des Sozialismus, Zensurwesen, Geschichte der Presse und Publizistik, Friedensbewegung, Parlamentarismus, ostpreußische Provinzialgeschichte, Königsberger Lokalgeschichte, Lage der politischen Emigranten und Reiseberichte, ja auch die Poesie ist mit einigen Jacoby gewidmeten Gedichten vertreten.Die auf uns gekommenen Briefe verteilen sich recht ungleichmäßig über die Jahre. Das hängt mit Jacobys mitunter geringerer oder lebhafterer Teilnahme an den Zeitereignissen zusammen, ist aber auch einfach eine Folge von wahllosen Verlusten. Zu Jacobys wichtigsten Briefpartnern gehören Ludwig Bamberger, August Bebel, Aaron Bernstein, Karl Biedermann, Otto von Bismarck, Wilhelm Bios, Gustav Dinter, Anton Dohm, Franz Duncker, Amand Goegg, Georg Herwegh, Gottfried Kinkel, Raphael Jakob Kosdi, Fanny Lewald, Wilhelm Liebknecht, Wilhelm Löwe-Calbe, Karl Marx, Jakob Moleschott, Ludwig Moser, John Reitenbach, Franz Hermann Schulze-Delitzsch, Heinrich Simon, Leopold Sonnemann, Friedrich Spielhagen, Adolf Stahr, Hans Viktor von Unruh, Eduard Waldeck, Ludwig Walesrode, Guido Weiß, Friedrich Zabel und Franz Ziegler.Jacobys umfangreicher Nachlaß ruhte jahrzehntelang im Stadtarchiv Königsberg, dessen Bestände gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Behörden ausgelagert wurden und seit der Eroberung der Stadt durch die Sowjetarmee verschollen sind1. Auf eine von mir veranlaßte Anfrage über das Schicksal des Jacobyschen Nachlasses und Grabmals erhielt die Deutsche Botschaft Moskau folgende Mitteilung von der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften:Das Staatsarchiv des Kaliningrader Gebietssowjets verfügt über keinerlei Dokumente über den deutschen Demokraten Jacoby (18051877). Die Bestände des ehemaligen Stadtarchivs von Königsberg sind nicht erhalten. Wir verfügen über keine genauen Angaben darüber, ob sie infolge der Kriegshandlungen zerstört oder von den örtlichen Organen evakuiert wurden. Der Jüdische Friedhof, auf dem J. Jacoby begraben wurde, ist nicht erhalten geblieben2."Bei dem schon vor dieser Nachricht wahrscheinlichen Stand der Dinge blieb nur die intensive Nachforschung in deutschen und außerdeutschen Archiven und Bibliotheken, um noch an Jacobyana heranzukommen. In die vorliegende Edition habe ich folgende Materialien aufgenommen:1Näheres im Vorwort zu Johann Jacoby Briefwechsel Î8Î6J849. Herausgegeben und erläutere von Edmund Silberner, Hannover: Fadtelträger-Verlag 1974 (Veröffentlichungen des Instituts für Sozialgeschichte in Braunschweig. Herausgegeben von Georg Edtert), weiterhin als BW 1 zitiert.2Mitteilung des Auswärtigen Amts Bonn, 21. Januar 1974, Zeichen: 621625 S Grote.