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Wilfried Kasper - Bruckmann's Handbuch der antiken Kunst [antikvár]

Bruckmann's Handbuch der antiken Kunst [antikvár]

Wilfried Kasper

 
Das vorliegende Handbuch stellt sich die Aufgabe, über nahezu drei Jahrtausende die Entwicklung der antiken Kunst von ihren urtümlichen Anfängen zu Beginn der Bronzezeit bis zu ihrem Aufgehen in eine neue Kulturepoche unter dem Banner des Christentums zu veranschaulichen, aufzuzeigen die teils rasche, teils gewaltsame, teils allmähliche Ablösung der Epochen, ihre Unterschiede, ihre Gemeinsamkeiten, ihre gegenseitige Durchdringung. Es ist nicht die Kunst eines Volkes, die hier geschildert wird. Schon das vorgeschichtliche Hellas kennt...
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Das vorliegende Handbuch stellt sich die Aufgabe, über nahezu drei Jahrtausende die Entwicklung der antiken Kunst von ihren urtümlichen Anfängen zu Beginn der Bronzezeit bis zu ihrem Aufgehen in eine neue Kulturepoche unter dem Banner des Christentums zu veranschaulichen, aufzuzeigen die teils rasche, teils gewaltsame, teils allmähliche Ablösung der Epochen, ihre Unterschiede, ihre Gemeinsamkeiten, ihre gegenseitige Durchdringung. Es ist nicht die Kunst eines Volkes, die hier geschildert wird. Schon das vorgeschichtliche Hellas kennt drei Stämme recht eigener Art: das Seefahrervolk der Kykladen, die friedliche Händlerwelt der Kreter, das kriegerische Herrenvolk Mykenes. Die bronzezeitliche Kultur erliegt schließlich dem Ansturm barbarischer Stämme, von dem kaum eine der großen Kulturnationen des östlichen Mittelmeergebiets verschont bleibt. Nur allmählich erwacht aus primitiven Anfängen eine neue Kultur, die griechische. Dem Bauerntum der Geometrischen Zeit ist der Begriff Kunst noch fremd. Erst die Zeit der Kolonisation, des aufblühenden Handels, des damit verbundenen Kontakts mit den orientalischen Kulturen, läßt eine an den Bedürfnissen des Adels orientierte Kunst reifen. Wir nennen diese Epoche archaisch, das bedeutet »anfänglich«. Das Entstehen eines politisch bewußten, selbstbewußten Bürgertums ermöglicht die von äußeren Zwängen freie Kunst der Klassik im 5. und 4. Jh. v. Chr. -eine Epoche des anerkannten, gleichberechtigten und selbständigen Künstlers. Dem Verfall der Demokratie im 4. Jh. v. Ohr folgt die Epoche der politischen Entmündigung des Bürgers in den absoluten Monarchien der hellenistischen Reiche. Die Eroberungen Alexanders des Großen heben die griechische Kultur, die griechische Kunst in eine universale Stellung. Das Individuum des Künstlers ist nicht länger von Belang. Kunst ist Hofkunst, hat Form zu geben dem politischen Anspruch des Monarchen. Am Rande der griechischen Welt, in Oberitalien, erblüht die Kultur der Etrusker, die ihre Wurzeln in altitalischen, orientalischen und griechischen Formen findet. Groß sind die Unterschiede zur griechischen Kultur, doch sucht sie gerade in ihr den stärksten Halt, so daß man ihre Entwicklungsstufen parallel den griechischen zu setzen vermag. Nachhaltig beeinflußt sie Kultur und Kunst des jungen Rom, das aus den eigenen Grenzen herausdrängt und diese aufnimmt. Spät, sehr spät erst entwickelt sich eine »römische« Kunst. Jahrhundertelang stand das römische Volk ständig in Waffen, um gegen immer neue Feinde anzutreten. Da war für Kunst kein Platz, keine Zeit. Sie blieb belächeltes, ja verachtetes Steckenpferd einiger weniger Ästheten, die vor allem der griechischen Kultur zugetan waren. »Graeculi«, Griechlein, so nannte man sie spöttisch. Doch zunehmende Macht zwingt auch zur Repräsentation dieser Macht nach außen. Deutlich erkennt dies der erste römische Kaiser, Augustus. Eine Epoche inneren wie äußeren Friedens erlaubt ihm, Initiator römischer Kunst zu werden. Seine Kunst ist Staatskunst, wie mit kühlem Intellekt auf dem Reißbrett entworfen. Römischer Geist wird eingekleidet in die Formensprache der griechischen Klassik. Dies das Problem römischer Kunst von Anbeginn: daß sie keine gewachsene, sondern eine gewollte ist, nicht aus sich selbst heraus lebt, sondern ständig neu geboren werden muß. So ist römische Kunst stets abhängig vom Geschmack des jeweils regierenden Herrschers. So erleben wir in einem ständigen hin und her eine mehr oder weniger große Anlehnung an 5

Termékadatok

Cím: Bruckmann's Handbuch der antiken Kunst [antikvár]
Szerző: Wilfried Kasper
Kiadó: Verlag F. Bruckmann KG.
Kötés: Vászon
ISBN: 3765416517
Méret: 180 mm x 240 mm
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