Bővebb ismertető
Vorwort von Theodor MuchWer die Wahrheit aussagt, hilft dem Recht zum Sieg;der falsche Zeuge fördert den Betrug.Sprichwörter 12,17Wer in aller Öffentlichkeit zum brisanten Gegenwartsthema innerjüdische Zwistigkeiten" Stellung nimmt, diese vielfäkigen und komplizierten Konflikte, ihre Ursachen und Konsequenzen offen und kritisch analysiert, läuft Gefahr, als Nestbeschmutzer" verschrien zu werden. Diese Tatsache war mir während der Beschäftigung mit der Materie stets bewusst, genauso wie mir auch klar war, dass dem Judentum feindlich gesinnte Kreise sich auf Einzelaussagen stürzen könnten, um sie dann - in ihrem Sinne - zu missbrauchen. Trotz all dieser Bedenken meine ich, dass solche Argumente ein Stillschweigen niemals rechtfertigen können, zumal die meisten fundamentalistischen Gruppierungen (mit denen wir uns in unserem Buch beschäftigen) sich sehr wenig um die öffentliche Meinung kümmern und ihre Ziele - oft bestens organisiert und motiviert - entschlossen verfolgen.Fanatismus und Fundamentalismus sind keine Spezialität des Juden-Jums (einer Konfession, die ethisches Verhalten und Nächstenliebe, Milde in der Gesetzesinterpretation und Verzicht auf Rache fordert, siehe Kapitel Who is who im religiösen Judentum"), sondern eine Erscheinung, die weltweit und bei allen Religionen vorkommt. Noch vor zehn Jahren hätte ich - selbst in meinen kühnsten Träumen - nicht daran gedacht, mich jemals zu derartigen Themen öffentlich zu äußern. Doch seither hat sich in meinem Leben einiges - damals Unvorhersehbares - ereignet, so vor allem eine immer stärkere Identifikation mit dem progressiven Judentum und damit verbunden unsere Bemühungei^^^meinde in Wien, einer Stadt, die nie zuvor ein religiös-liberales Judentum gekannt hat. Besonders in den Anfangsjahren von Or Chadasch, der Bewegung für progressives Judentum, erlebten wir am eigenen Leib die üblen Manifestationen von Intoleranz und Fundamentalismus in Form von Vorurteilen, Widerständen, Hass undwm. i I.'i" . ' i. U'i : '),! ) 1. 't,!