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Hanns Theodor Flemming
Bruno Bruni
»A thing of beauty is a joy for ever» (John Keats, Endymion)
Wiederkehr des Schönen. Alle Werke von Bruno Bruni werden von einem unverwechselbaren Zauber durchpulst. Sie entfalten sich zwischen Wunschtraum und Wirklichkeit, Wahrnehmung und Phantasie, Intuition und Formvollendung in einer grazilen Bildwelt voll erotischer Träumereien und künstlicher Paradiese. Fragilität ist mit Sensualismus, Zartheit mit élan vital gepaart. Eine neue Wiederkehr des Schönen tritt in surrealem Gewand faszinierend zu Tage.
Ein in unserer Zeit ungewohntes Bekenntnis zum Schönen erfüllt Brunis gesamtes Schaffen. Sicher ist »Schönheit« ein gegenwärtig gern vermiedener »relativer« Begriff. »Was aber Schönheit sei, das weiß ich nicht«, erklärte bereits Dürer. Auch für sie gilt, was Benedetto Croce in seiner grundlegenden »Ästhetik« über die Grenzen zwischen Kunst und Nicht-Kunst aussagt: sie sind rein empirischer Natur, sie zu definieren, ist unmöglich.
Dennoch gibt es in der abendländischen Malerei und Plastik von der griechischen Antike bis zu Picasso oder Dali gleichsam einen durchlaufenden roten Faden des Schönen, der oft an ganz unvermuteten Stellen hervorleuchtet und sich dabei in immer neuen überraschenden Variationen spannungsvoll manifestiert, ohne seinen im mediterranen Raum wurzelnden ästhetischen Ursprung zu verleugnen. Gerade in Brunis bildnerischer Handschrift, die sich gleichermaßen aus der Tradition und aus der Moderne herleitet, wird er augenfällig.
Intuitive Erkenntnis. Nicht zu Unrecht unterscheidet Benedetto Croce zwischen »intuitiver« und »logischer« Erkenntnis. Die eine rührt aus der Phantasie und führt zur Welt der Bilder, die andere wird vom Verstand geprägt und bringt Begriffe hervor. Kunst gehört zur ersten Kategorie und ist demnach eine Form intuitiver Erkenntnis, die zwar über sich selbst hinausweist, sich aber allein im bildnerischen Ausdruck manifestiert. In ihr besteht kein Unterschied zwischen Form und Inhalt, denn Inhalt kann sich in der Kunst immer nur als Form ausdrücken.
Die intuitive Erkenntnis, die auch Brunis Bilder entstehen läßt und ganz und gar erfüllt, kennt keine Trennung zwischen Realität und Vorstellung, Phantasie und Wirklichkeit. »Der Maler ist deswegen ein Maler, weil er das erschaut, was andere nur fühlen oder ansehen, aber nicht erschauen und realisieren«, bemerkt Croce. Nur die im Bilde verwirklichte Intuition ist relevant, nicht die verbale Absichtserklärung oder gar ein ideologischer Gedanke. Allein das realisierte Kunstwerk zählt, seine