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Anmerkung
Alle Dichtung verdient ein schönes Gewand. Die Kunst der Letter mifít es ihr an, schneidet es ihr zu in redlicher Genauigkeit, indem sie prahlerischen Putz ebenso von ihr fernzuhalten sucht wie geistes-arme Austrocknung. Und so mag Poesie uns in Satz und Druck erscheinen, wie es ihr zukommt: in hei-liger Nüchternheit, nicht ohne Anmut und Würde.
Dal3 die vorliegenden Gedichte nun in sorgsamer Handschrift herauskommen, die keineswegs die des Dichters ist, will denn auch dem Schreiber als ein Wagnis erscheinen, das ihm noch gröBer dünkte, wenn nicht in den Gedichten selbst dem Handschrift-lichen eine erstaunliche Bedeutung zukáme. So wird in ihnen die gehobene Doppeldeutigkeit des guten und des schönen Schreibens niemals aufgelöst, viel-mehr schimmert zwischen den Versen der Glanz einer Kultur hindurch, die sich zu solcher Teilung nicht genötigt sieht.
Schöne Schrift von deiner Hand, fragt Suleika mit sanftem Spott nach Hatems Liedern, bis auf Punkt und Strich vollendet, war's gewiB ein Liebespfand? Die schön geschriebenen anmaBlichen Blátter be-