Bővebb ismertető
Zum dritten Mai seit der 1950 erfolgten Eingliederung in die Deutsche Bücherei hat das Deutsche Buch- und Schriftmuseum seine stándige Ausstellung neu gestaltet. Dabei waren alle bisherigen Erfahrungen zu beachten sowie eine Konzeption zu erarbeiten, die den fortschreitenden fachlichen und museologischen Erkenntnissen entspricht. Wenngleich von der vorausgehenden Ausstellung „Buch und Schrift von der Frühzeit bis zur Gegenwart" viele Objekte und Ansátze für ihre Interpretation übernommen werden konnten, so zeigt die jetzige Exposition doch eine wesentliche Weiterentwicklung. Bei der Auswahl und der Zusammenstellung der musealen Sachzeugen sowie der museologischen und gestalterischen Aufbereitung des Themas kamen neue Gesichtspunkte zur Geltung. So konnte der anspruchisvolle Titel „Buch und Gesellschaft" gewáhlt werden, auch wenn Ausstellungsraum und Material dafür Grenzen setzen. Es ist einzusehen, daE ein solches die gesamte Kulturentwicklung durchdringendes Thema in Form einer Ausstellung nicht unifassend in seiner Vielschichtigkeit bewáltigt werden kann. Nur anhand einer Auswahl von Objekten konnte es unternommen werden, charakteristische Sachverhalte darzustellen. Da Bücher in einer Ausstellung nicht gelesen werden können und ihre Gestalt verháltnismáEig gleichartig ist, muEten zur Erláuterung ihrer Zeitbezogenheit verstárkt Bildmaterial imd Be~ schriftungen benutzt werden. Damit ist der Versuch gemacht worden, die Entwicklung der Buchkultur auf der Grundlage der materialistischen Geschichtstheorie zu interpretieren. Das Gerüst dafür bieten die Gesellschaftsformationen, innerhalb derer Bezúg auf die Herstellimg, die Ausstattung, die literatur- und wisisenschaftsgeschichthche Bedeutung des Buches und auf seinen Nutzerkreis genommen wird. Wenngleich die Darstellung der Entwicklungslinie von den Anfángen der Buchkultur im Altertum ausgeht, beschránkt sie sich iseit dem Mittelalter in der Hauptisiache auf die deutschen Verháltnisse und berücksichtigt das europáische Ausland nur insofern, als es besonders charakteristische hiistorische Beispiele zum Thema beisteuern kann. Die Ausstellung ist als Lehrschau aufgebaut. Sie demonstriert dais Thema nicht nur an originalen Sachzeugen aus dem Besitz des Museums, sondern auch an buchgeschichtMch wichtigen Beiispielen, die als Faksimiles