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VORWORT
„Weder der damalige Bundesminister für Atomenergie und Wasserwirtschaft, Siegfried Balke, noch der Erste Bürgermeister von Hamburg, Max Brauer, konnten ahnen, als sie am 18. Dezember 1959 den Staatsvertrag zur Gründung von DESY, des Deutschen Elektronen-Synchrotrons, unterzeichneten, in welch ein Abenteuer des menschlichen Geistes sie sich damit eingelassen hatten. Man wollte lediglich den Anschluß an die amerikanische Spitzenforschung herstellen, nachdem Diktatur, Krieg und Wiederaufbau das wissenschaftliche Leben 25 Jahre lang lahmgelegt hatten. Man wollte auch der studierenden Jugend Gelegenheit zu einer besseren Ausbildung verschaffen und die Industrie anspornen, technische Höchstleistungen zu erbringen.
Rückwirkend scheint dies alles gelungen zu sein. Aber nicht nur der Anschluß wurde geschafft: Die Bundesrepublik Deutschland gehört heute zu den wenigen Ländern der Erde, in denen die Forschung auf dem Gebiet der Physik mit hochenergetischen Teilchenbeschleunigern Spitzenleistungen hervorbringt. Wissenschaftler aus vielen Ländern kommen nach Hamburg, um hier an Untersuchungen teilzunehmen, die sonst nirgendwo durchgeführt werden können."
Das, was Pedro Waloschek in diesem Zitat aus seinem Beitrag in dieser Broschüre über die Anfänge der Teilchenforscher in Hamburg und ihren wissenschaftlichen Wagemut schreibt, kann zugleich als Gleichnis für den Neubeginn und folgenden Aufstieg auch anderer deutscher Forschungseinrichtungen verstanden werden. Denn das Beispiel von DESY, heute eine der dreizehn Großforschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland, ist nur eines der sorgfältig ausgewählten und zugleich repräsentativen Beispiele aus der aktuellen Forschung, mit denen hier ein Einblick in Spitzenleistungen deutscher Forscher und Forschungswerkstätten gegeben wird.
Forschung und Technik in der Bundesrepublik Deutschland nehmen nicht nur in zahlreichen Gebieten eine international
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