Bővebb ismertető
Nach langer Winterzeit begrüßen wir jedes Anzeichen des nahenden Frühlings mit dankbarer Freude. So kommt es, daß die Zeitungen alljährlich dem ersten von einem Leser gesichteten Zitronenfalter einen mehr oder weniger ausführlichen Bericht widmen. Das geschieht meist Anfang März, manchmal aber auch schon im letzten Februardrittel. Jeder freut sich über das Ereignis, ganz besonders, wenn er es bei einem Spaziergange im Spätwintersonnenschein selbst erlebt. Aber wer denkt darüber nach, wodurch dieses flatternde Wesen, dessen sattgelbe Farbe so wenig in das noch winter* starre Braungrau der übrigen Natur hineinpaßt, imstande ist, so zu tun, als sei der Frühling bereits eingezogen, und wir, die Menschen, hätten nur noch nichts davon gemerkt.Weiß doch jeder von uns, daß der Schmetterling das letzte Glied einer Entwicklungsreihe ist, die mit dem Ei beginnt, über verschiedene, durch Häutungen unterbrochene Raupenstadien zu einer Puppe führt, aus der er nach verschieden langer Ruhezeit schließlich schlüpft!Wie läßt sich nun das frühe Erscheinen des Falters erklären?Schmetterlinge haben wie alle anderen Insekten keine gleichbleibende und von der Umgebung unabhängige Körpertemperatur. Die Wärme ihres Blutes wechselt und entspricht etwa der Umwelttemperatur. Sinkt diese ab, so werden die Bewegungen der Falter matter, die Tiere hören auf, Nahrung zu sich zu nehmen, und verfallen schließlich in jene Reglosigkeit der wechselwarmblütigen Tiere, die man als Kältestarre bezeichnet. Sie unterscheidet sich vom Winterschlaf der warmblütigen Säugetiere dadurch, daß dieser Zustand mit dem Eintritt einer bestimmten Temperatur ausgelöst wird und vom Tier nicht willkürlich unterbrochen werden7