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1. SZENE
Ein Wohnraum - spartanisch - Stefan deckt auf- er ist nervös. (Musik - Martin kommt mit einem Paket.)
MARTIN: Hallo!
(Stefan blickt ihn kurz an)
MARTIN: (geht zum Radio, schaltet die Musik aus) Hallo!
STEFAN: Hallo! (er arbeitet weiter)
MARTIN: Mhm - ich fühle eine gewisse Vibration im Raum.
(Stefan arbeitet)
MARTIN: Ah ja (er setzt sich, zieht die Jacke aus, beobachtet Stefan) Was ist los?
STEFAN: Entschuldige - ich bin jetzt nicht in der - äh -
MARTIN: Alles klar - (er blickt sich suchend um) Wo sind meine Indianer? (Er entdeckt drei Indianerfiguren, die Stefan beim Aufräumen beiseite gestellt hat. - Martin baut sie neu auf.) Was ist der Grund Deiner -
STEFAN: Wie spät ist es jetzt bitte?
MARTIN: Es ist äh zwanzig Uhr und drei Minuten und - äh -
STEFAN: Du weißt, daß ich noch zur Vorstellung muß -Ja?!
MARTIN: Entschuldige bitte, die eine Stunde.
STEFAN: Die eine Stunde, die eine Stunde - die eine Stunde hätte ich was Besseres zu tun gehabt, als Geschirr abzuwaschen und die Wohnung herzurichten - warum ist die Bedienerin nicht gekommen?
MARTIN: Die kommt doch am Dienstag?!
STEFAN: Gestern haben wir besprochen, daß Du heute, bevor Du das Haus verläßt, die Bedienerin anrufst, damit sie heute schon aufräumt, weil wir heute Abend Gäste bekommen - oder bin ich schon blöd?
MARTIN: (hält sich die Hand vor den Mund) Alles was Du sagst ist richtig.
STEFAN: Davon kann ich nicht abbeißen. (Martin kniet sich vor Stefan auf den Boden.)
MARTIN: Ich bitte Dich um Verzeihung.
Ich war mit meinen Gedanken ganz woandes. Es tut mir leid, daß ich Dir solche Schwierigkeiten gemacht habe, wo Du doch heute noch Theater spielen mußt und Deine Gedanken wirklich für was Wichtigeres brauchtst als für diese dumme Hausarbeit, für die ich vergessen habe die Frau kommen zu lassen, die uns diesen Mist üblicherweise vom Halse hält - ich bitte Dich, verzeih mir.
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