Bővebb ismertető
DIE BYZANTINISCHE KUNST Das Byzantinische Museum, einzig in seiner Art, da es ausschlieBlich der byzantinischen Kunst gewidmet ist, kann als eine der besten Einführungen in die Kunst dieser groBen Epoche des Griechentums für den Besucher betrachtet werden. Es ist deshalb nützlich, einige unterrichtende Bemerkungen über die grundlegenden Kennzeichen der byzantinischen Kunst vorauszuschicken und über die Art, wie sie sich in den tausend Jahren ihres Lebens entwickelt und bis zum Ende des 18. Jhs. fortgesetzt hat. Das byzantinische Érbe Byzanz ist kein Begriff der in den Rahmen der geographischen Grenzen eines Kaiserreiches einzuspannen ist, gleichzeitig dauert es auch über das zeitliche Ende dieses Reiches hinaus. Byzanz bleibt stets lebendig, nicht nur im geschichtlichen BewuBtsein, sondern auch im Leben des modernen Griechentums. Zusammen mit den anderen orthodoxen Völkern, die die ungeheuren Kulturschátze des mittelalterlichen griechischen Reiches erbten, das sich über mehr als ein Jahrtausend über weite Gebiete erstreckte, hatte das griechische Volk darüber hinaus den Vorzug die wesentlichen und lebendigen Elemente der byzantinischen Welt unmittelbar zu empfangen und mit ihnen weiterhin bis heute zu leben. Die Sprache setzte ihre bruchlose Entwicklung fort, sowohl in der Volkssprache als auch in ihrer gelehrten Form. Der Gottesdienst und alle kirchlichen Handlungen, die nach wie vor alle entscheidenden Etappen des Lebens begleiten, von der Geburt bis zum Tode, werden in der gleichen Kirchensprache gehalten, werden von den gleichen kirchlichen Melodien begleitet. Sitten und Gebráuche des kirchlichen und des profánén Lebens setzen sich fort, und mit ihnen sind die Werke der byzantinischen und postbyzantinischen Kunst verbunden, die im griechischen Raum verwurzelt sind. Die byzantinische, oder nach byzantinischer Art gefertigte Ikoné, bleibt einer der unerláBlichen und verehrungswürdigsten Gegestánde im Haus. Das Leben des Griechentums in den Jahrhunderten unter fremder Herrschaft spielte eine bedeutende Rolle in der Bewahrung dieser mittelalterlichen Überlieferungen. Die moderne Lebensweise jedoch, die immer mehr nivelliert, richtet die Stützen dieses traditio-