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Das KindCaius!"Schweigen. Nur das Summen der Insekten in der heißen Mittagsluft über den bunten Blüten des Hausgartens. Sonst kein Laut.Caius! Junger Herr! Der Vater ruft!" Die alte Thrakerin dreht das faltige Gesicht mit den kurzsichtig blinzelnden Augen nach allen Seiten, hält den Atem an, um besser lauschen zu können. Nichts. So macht sie seufzend wieder kehrt und geht durch den Säulengang ins Haus zurück.Ich kann ihn nicht finden, Frau", hört man ihre dünne, weinerliche Altweiberstimme. Gewiß ist er wieder über die Mauer gestiegen und treibt sich mit den Gassenjungen herum. Sie werden ihn uns noch erschlagen." Ich werde ihn selbst suchen", antwortet die volle Altstimme der Mutter. Geh nur, Kyrissa. Es ist gut." Ein Aufschnupfen, das Schlappen der müden, zitterigen Füße, dann wieder Stille.Hinter einem Myrtenstrauch lugt langsam, vorsichtig ein Knabenkopf vor: scharfe, graue Augen, die nun zornig funkeln, unter dünner, feinnüsteriger Nase ein zusammengepreßter, schmallippiger Mund. Nun richtet sich das Kind vollends auf, so daß der ganze etwas schmale Körper bis zu den Hüften sichtbar wird. Der rechte Arm schwingt aus, schleudert mit Übung verratender Kunstfertigkeit einen Stock über die Gartenmauer. Für einen Augenblick wohlgefällig sehen die Augen dem wirbelnden Holz nach, werden wieder dunkel und zornig.Die alte Kyrissa hätte zu keiner unpassendem Zeit kommen können: eben noch war er Archidamos und im Begriff, die Platäer in eine Falle zu locken. Thukydides freilich erzähU es anders; aber warum Ungeschicklichkeit nachahmen? Er11