Bővebb ismertető
I. Die ausführlichsten Nachrichten über Michelangelo da Caravaggios Lebenslauf finden sich in den Sammlungen von Künstlerbiographien, die uns Giovanni Baglione, Giulio Mancini und Giovanni Pietro Bellori hinterlassen habén. Baglione (1571-1644), selbst ausübender Kiinstler, hat uns die Lebensbeschreibungen seiner Zeitgenossen nebst der Aufzáhlung ihrer in Rom geschaffenen Werke überliefert. Man hat bei der Lektüre seines Buches den Eindruck, als sei er von Zeit zu Zeit durch die Kirchen und Palásté Roms gegangen und habe sich das jeweils neu Entstandene notiert. Da er fast alle Künstler, von denen er spricht, persönlich gekannt und die Möglichkeit gehabt hat, sich bei diesen selbst zu erkundigen, erweisen sich seine Mitteilungen, die er mit groBer Genauigkeit niedergeschrieben hat, bei aller Trockenheit der Darstellung als auGerordentlich zuverlássig, so zuyerlássig, daB sie gröBtenteils wörtlich in die spatere römische Lokalliteratur übergegangen sind. In dem Falle Caravaggios muB darauf hingewiesen werden, daB Baglione mit ihm nicht gerade in Frieden gelebt, sondern sogar einen BeleidigungsprozeB wegen eines Spottgedichts gegen ihn angestrengt hat, ein Faktum, das bei der Bewertung seiner im ganzen durchaus objektíven Ausführungen nicht auBer acht gelassen werden darf. Giulio Mancini (1558-1630), seit 1623 Leibarzt Urbans VIII., ein sehr gebildeter und kultivierter Liebhaber der Künste, hat, wahrs cheinlich von den zwanziger Jahren des 17. Jahrhunderts ab, neben Führern durch die Sehenswürdigkeiten Roms und Sienas eine Sammlung von Biographien der Künstler seiner Zeit oder der unmittelbaren Vergangenheit ve faBt, die, bis auf die Vita Caravaggios ungedruckt, in einer Reihe von Handschriften erhalten sind. Wie Baglione steht auch Mancini dem Künstler zeitlich nahe und hat wohl die meisten seiner römischen Werke entstehen sehen, wobei es für ihn als Nichtkünstler leichter war, objektiv und unparteiisch zu bleiben. Ganz bedeutend spáter, 1672, hat der Bibliothekar der Königin Christine von Schweden Bellori (1615-96), ein feiner Kenner der römischen Altertümer und als solcher weit über Rom hinaus bekannt, - sein Haus bildete einen beliebten Treffpunkt gebildeter Fremder, denen er als liebenswürdiger Führer