Bővebb ismertető
fflw^i
- VW - >¦¦
Wer in der Geschichte der Landschaftsmalerei, und insbesondere in Deutschland, um fünf bis sechs Jahrzehnte zurückgehen will, der wird auf einen ziemlich trostlosen Zustand eines Kunstzweiges treffen. Nachdem die Erinnerungen an Ruysdael, Everdingen, Waterloo einerseits und an Claude Lorrain, an die Poussins, Salvator Rosa und Swaneveldt andererseits immer matter und matter ausgesponnen worden waren, hatte neben einer mitunter, nach der beiden Canaletto-Vorgänge, noch Tüchtiges leistenden Prospektmalerei eine Art von Landschaftskunst Platz ergriffen, welche man gegenwärtig eigentlich nur noch als feinere Tapetenmalerei wird gelten lassen können. — Ein paar dunkle manierierte Bäume zu beiden Seiten des Vordergrundes, einige Ruinen alter Tempel oder ein Stück Felsen daneben, dann im Mittelgrunde einige Staffage zu Fuß oder zu Pferde, womöglich mit einem Flusse und einer Brücke und einigem Vieh, eine Partie blaue Berge hinter allem diesen, und einige tüchtige Wolken darüber, das war so tmgefähr, was dazumal als eine Landschaft gelten durfte. —
Es kann nun hier nicht Aufgabe sein, darlegen zu woUen, wie allen diesen Künsten allmählich überall ein frischer Morgen aufging, wie die vulkanische Erschütterung, welche, vom Jahre 1789 ausgehend, Europa umgestaltete, auf eigentümliche Weise wie in der Wissenschaft so auch in der Kunst widerhallte — hier soll diese Einleitung nur auf eins uns hier zunächst Liegende aufmerksam machen, nämlich, »daß in der Landschaftsmalerei namentlich Friedrich es war, welcher mit einem durchaus tiefsinnigen und energischen Geiste und auf absolut originale Weise in den Wust des AlltägHchen, Prosaischen, Abgestandenen hineingriff, und, indem er ihn mit einer herben Melancholie